17/12/2025
Noch eine Woche bis Weihnachten ist....
Und ich möchte gerne ein paar Gedanken los werden, aus Mama- und Logopädinnensicht.
Nicht immer geht alles so schnell, wie wir es gerne hätten.
Gefühlt gibt es nie genug Therapieplätze, und egal wie ich es drehe und wende- die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Patienten, Kinder und Eltern warten monatelang auf einen Termin.
Und dann sind die Fortschritte innerhalb der Therapie gefühlt manchmal nicht groß genug.
Vor allem auf den Kleinen und den Eltern liegt eine Menge Druck. Die Schuleingangsuntersuchung steht an. Hier noch ein Screening, da noch eine Testung. Hier ein auffälliger Wert, da eine unterdurchschnittliche Bewertung.
Es kommen Gedanken, bei mir als Logopädin...
Reicht es, was ich tue? Müsste mein kleiner Patient nicht viel lieber dreimal die Woche zu mir kommen? Aber dann müssten zwei andere auf ihre Termine verzichten, und die haben ja auch einen Therapiebedarf...
Es kommen Gedanken, bei uns als Eltern... Reicht es, so wie wir zu Hause üben? Muss ich wirklich so oft Co-Therapeut spielen zu Hause? Darf ich auch einfach mal nur Mama sein? Schaffen wir das bis zum Schulanfang?
Zweifel, Bedenken.... und dann überwiegt aber immer wieder eines- Vertrauen!
Vertrauen in uns und in unsere Kinder.
Das ist das, was wirklich wichtig ist.
Lasst uns unser Vertrauen in uns und in unsere Kinder immer größer sein als die Zweifel, die von außen auf uns einströmen.
Wir gehen unseren Weg, und das ist der, der am Ende für uns und unsere Kinder genau der Richtige ist. Manchmal muss es einfach eine (Therapie-) Pause sein, weil das Gras leider wirklich nicht schneller wächst, wenn man daran zieht. Manchmal muss man den Weg nach Schema F verlassen, um andere Wege zu entdecken, die auch ans Ziel führen.
Herzlichen Dank an alle Patienten und Patientinnen, an alle Kinder und Eltern für Euer Vertrauen, Eure Motivation, Eure Zuverlässigkeit, Eure Flexibilität und Eure Geduld.
Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten, einen wunderbaren Start ins neue Jahr und dass uns die Grippewelle vielleicht alle verschont!
Eure Katharina