05/05/2026
Tag 2
mamahilfe
Nach meiner Berufung habe ich mich immer gefragt. Was kann ich eigentlich besonders gut? Was will ich mal werden?
Als Kind wollte ich immer Friseurin werden. Es hat mir Spaß gemacht, zuzusehen, wie sie färben, waschen, schneiden und Locken wickeln. Das wollte ich auch, vor allem, weil die auch immer so nett waren.
Meine Mutter meinte, das sei nichts für mich, schließlich würde ich Abitur machen und studieren. Studieren wollte ich aber nur Germanistik und da man damit ja nichts anfangen kann, wurde mir das wieder ausgeredet.
Als ich dann vor, während und nach dem Abitur immer noch nicht wusste, was ich denn werden sollte, habe ich mich, natürlich auch auf dringendes Anraten meiner Mutter, für die Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin beworben. Nach 2 Wochen Ausbildung wusste ich, dass das so gar nicht mein Ding ist. Aber da ich ja auch keine bessere Idee hatte, habe ich das zweieinhalb Jahre durchgezogen und dann mit 1,4 abgeschlossen.
In Berlin habe ich dann eine Ausbildung zur Waldorferzieherin angefangen und das auch nur, weil ich ein Praktikum im Waldorfkindergarten machen wollte und dazu einen Schulplatz brauchte. Lange Story kurz: nach 2 Semestern bin ich in Elternzeit gegangen, wir sind in die Uckermark gezogen und ich habe nach einer Weile die Qualifizierung zur staatlich geprüften Kindertagespflegeperson in Potsdam gemacht, um eine waldorforientierte Kindertagespflege zu eröffnen (Damit mein Kind in einen "Waldorfkindergarten" gehen kann.)
Nach 5 Jahren Tagespflege und einigen Eingewöhnungen, bei denen immer erstmal im Vordergrund stand, wie schwierig die erste Zeit mit Baby war und wie einsam und alleingelassen sich die Mütter fühlten, rief es mich zur Mütterpflege.
Durch einen bürokratischen Fehler (des Jugendamtes), wurde eine Frist zur Verlängerung der Pflegeerlaubnis überschritten und ich habe in dieser Zeit die Ausbildung zur Mamahilfe angefangen.
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