21/01/2026
Seit dem Jahr 2009 haben wir mehrere tausend Gelenke mit Goldimplantaten behandelt.
Dabei taucht immer wieder eine Frage auf: kann man allein anhand eines Gelenk-Röntgenbildes eindeutig sagen, ob ein Hund Schmerzen in diesem Bereich hat?
Unsere Erfahrung zeigt: Röntgenbilder allein reichen nicht aus, um darüber abschließend zu urteilen.
So gibt es Röntgenbilder, die Arthrosen zeigen, bei denen der Patient aber im Bereich der Arthrosen wenig oder sogar keine Schmerzen zeigt.
Dann wiederum gibt es Patienten, deren Röntgenbilder keine wirklich gravierenden Auffälligkeiten an den Gelenkstrukturen zeigen, trotzdem in dem betroffenen Bereich aber sehr schmerzhaft reagieren.
Am Rücken sehen wir z.B. häufig Hunde, die weder Spondylosen noch Spondylarthrosen zeigen. Bei der Untersuchung dann aber im Bereich der Rückenmuskulatur deutliche Schmerzreaktionen zeigen, die Folge einer Fehlbelastung sind (oft verursacht durch HD).
Würde man also bei diesen Hunden mit Rückenschmerzen allein das Röntgenbild als Entscheidungsgrundlage heranziehen, würde man - ohne den Patienten und sein Gangbild gesehen, und ihn auch nicht abgetastet zu haben - wesentliche Befunde gar nicht kennen, und ggfs. zu dem Schluss kommen, "der hat nichts". Dieses "uns wurde gesagt, der hat nichts" mit dem Zusatz "wir haben aber den Eindruck, er hat Schmerzen" hören wir regelmäßig. Hören Sie hier auf Ihr Bauchgefühl und holen sich eine Zweitmeinung.
Für eine solche Zweitmeinung brauchen wir aber aus den o.g. Gründen mehr als ggfs. bereits existierende Röntgenbilder. Es sollte immer zusätzlich eine Gangbildanalyse sowie eine orthopädische Untersuchung aller Gelenke durchgeführt werden. Nur so kann von uns eindeutig beurteilt werden, an welchen Stellen welche Behandlungsmaßnahme die bestmöglichen Aussichten auf Erfolg haben könnten.
Hierzu beraten wir Sie gerne.