01/04/2026
01.04.26
Tensidaustritt in Bad Ditzenbach – Schaumbildung in der Fils / Einsatzmaßnahmen laufen – Straßen wieder freigegeben.
Göppingen, 01.04.2026 – Am Mittwochmittag kam es kurz vor 13 Uhr auf der B466 im Bereich Bad Ditzenbach-Gosbach zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und weiteren Behörden, nachdem ein Tanklaster rund 2.000 Liter eines Reinigungsmittels verloren hatte.
Bei dem Stoff handelt es sich um ein Tensid („Texaphon NSO“, Natriumlaurylether-sulfat-Lösung, 27 %), das unter anderem zur Herstellung von Seifen, Shampoos und Duschgelen verwendet wird. Der Stoff gelangte in die Kanalisation sowie in die Fils.
Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit des Stoffes bilden sich großflächige Schaummengen, die sich derzeit im Oberen Filstal ausbreiten. Der Schaum tritt stellenweise aus Kanaldeckeln und Schächten aus und gelangte auf die Fahrbahn der B466.
Die Bundesstraße B466 musste zwischen Gosbach und Deggingen mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Sperrung ist inzwischen wieder aufgehoben.
Möglicherweise betroffene Trinkwasserbrunnen der Gmd. Deggingen und Bad Überkingen sind vorsorglich vom Netz genommen.
Einsatzlage und Maßnahmen
Feuerwehren aus den betroffenen Kommunen und Spezialkräfte für Gefahrstoffeinsätze sind vor Ort, um die Lage einzudämmen. Die Lage wird durchgehend bewertet. Der Führungsstab der Feuerwehr ist ebenfalls aktiviert.
Bewertung und mögliche Auswirkungen
Unverdünnt kann das Tensid Haut- und schwere Augenreizungen verursachen. In Schaumform liegt jedoch eine Verdünnung vor.
Auswirkungen für Mikroorganismen und Lebewesen in der Fils sind noch nicht absehbar. Die Schaumbildung dauert derzeit an. Die weitere Dauer der Schaumbildung ist noch nicht absehbar.
Hinweise für die Bevölkerung
Kontakt mit dem Flusswasser an den betroffenen Stellen sowie dem Schaum sollte vorsorglich vermieden werden.
Im Bereich der Kläranlage Deggingen kommt es weiterhin zu starker Schaumbildung. Es wird empfohlen, sich dort nur bei Bedarf aufzuhalten, da verwehter Schaum mit Keimen belastet sein kann.
Schaumansammlungen können bei Bedarf mit Wasser niedergeschlagen werden.
Polizeibericht. 01.04.26
Bad Ditzenbach - Tensidaustritt sorgt für Schaumbildung
/ Am Mittwoch mussten Einsatzkräfte die B466 zwischen Gosbach und
Deggingen mehrere Stunden sperren.
Ulm (ots) - Kurz vor 13 Uhr verlor ein Tanklaster rund 1000 Liter eines
hochkonzentrierten Reinigungsmittels bei Bad Ditzenbach-Gosbach. Das Tensid, das
unter anderem zur Herstellung von Seife verwendet wird, gelangte in die
Kanalisation und in die Fils. Durch den Stoff bildeten sich große Mengen an
Schaum auf der Ditz und der Fils. Der Schaum drang durch einige Schächte und
Kanaldeckel auch auf die Bundesstraße. Die B466 musste mehrere Stunden zwischen
Gosbach und Deggingen komplett gesperrt werden. Die Sperrung dauerte bis gegen
16. 15 Uhr an. Einsatzkräfte der Feuerwehr, Straßenmeisterei und der
Umweltbehörde waren im Einsatz. Da der ausgetretene Stoff sehr wasserlöslich
ist, ist ein Ausbreiten sowie weitere Schaumbildung bis Geislingen möglich.
Spezialisten zufolge ist der Stoff in verdünntem Zustand für Menschen
ungefährlich. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr dauern an.
Update
Tensidaustritt Bad Ditzenbach
01.04.26
Tensidaustritt in Bad Ditzenbach – Schaumbildung in der Fils / Einsatzmaßnahmen laufen – Straßen wieder freigegeben.
Göppingen, 01.04.2026 – Am Mittwochmittag kam es kurz vor 13 Uhr auf der B466 im Bereich Bad Ditzenbach-Gosbach zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und weiteren Behörden, nachdem ein Tanklaster rund 2.000 Liter eines Reinigungsmittels verloren hatte.
Bei dem Stoff handelt es sich um ein Tensid („Texaphon NSO“, Natriumlaurylether-sulfat-Lösung, 27 %), das unter anderem zur Herstellung von Seifen, Shampoos und Duschgelen verwendet wird. Der Stoff gelangte in die Kanalisation sowie in die Fils.
Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit des Stoffes bilden sich großflächige Schaummengen, die sich derzeit im Oberen Filstal ausbreiten. Der Schaum tritt stellenweise aus Kanaldeckeln und Schächten aus und gelangte auf die Fahrbahn der B466.
Die Bundesstraße B466 musste zwischen Gosbach und Deggingen mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Sperrung ist inzwischen wieder aufgehoben.
Möglicherweise betroffene Trinkwasserbrunnen der Gmd. Deggingen und Bad Überkingen sind vorsorglich vom Netz genommen.
Einsatzlage und Maßnahmen
Feuerwehren aus den betroffenen Kommunen und Spezialkräfte für Gefahrstoffeinsätze sind vor Ort, um die Lage einzudämmen. Die Lage wird durchgehend bewertet. Der Führungsstab der Feuerwehr ist ebenfalls aktiviert.
Bewertung und mögliche Auswirkungen
Unverdünnt kann das Tensid Haut- und schwere Augenreizungen verursachen. In Schaumform liegt jedoch eine Verdünnung vor.
Auswirkungen für Mikroorganismen und Lebewesen in der Fils sind noch nicht absehbar. Die Schaumbildung dauert derzeit an. Die weitere Dauer der Schaumbildung ist noch nicht absehbar.
Hinweise für die Bevölkerung
Kontakt mit dem Flusswasser an den betroffenen Stellen sowie dem Schaum sollte vorsorglich vermieden werden.
Im Bereich der Kläranlage Deggingen kommt es weiterhin zu starker Schaumbildung. Es wird empfohlen, sich dort nur bei Bedarf aufzuhalten, da verwehter Schaum mit Keimen belastet sein kann.
Schaumansammlungen können bei Bedarf mit Wasser niedergeschlagen werden.
Polizeibericht 01.04.26
Bad Ditzenbach - Tensidaustritt sorgt für Schaumbildung
Am Mittwoch mussten Einsatzkräfte die B466 zwischen Gosbach und Deggingen mehrere Stunden sperren.
Ulm (ots)
Kurz vor 13 Uhr verlor ein Tanklaster rund 1000 Liter eines hochkonzentrierten Reinigungsmittels bei Bad Ditzenbach-Gosbach. Das Tensid, das unter anderem zur Herstellung von Seife verwendet wird, gelangte in die Kanalisation und in die Fils. Durch den Stoff bildeten sich große Mengen an Schaum auf der Ditz und der Fils. Der Schaum drang durch einige Schächte und Kanaldeckel auch auf die Bundesstraße. Die B466 musste mehrere Stunden zwischen Gosbach und Deggingen komplett gesperrt werden. Die Sperrung dauerte bis gegen 16. 15 Uhr an. Einsatzkräfte der Feuerwehr, Straßenmeisterei und der Umweltbehörde waren im Einsatz. Da der ausgetretene Stoff sehr wasserlöslich ist, ist ein Ausbreiten sowie weitere Schaumbildung bis Geislingen möglich. Spezialisten zufolge ist der Stoff in verdünntem Zustand für Menschen ungefährlich. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr dauern an.
Update
Jetzt hat es Geislingen erreicht beim TVA staut es sich
Die Leitstelle hat einen Führungsstab eingerichtet.
Update 02.04.26
Tensidaustritt in Bad Ditzenbach: Lage stabilisiert
sich, inzwischen keine Schaumbildung mehr
Trinkwasser sowie Gewässer: Nachkontrollen laufen
Göppingen, 02.04.2026 – Am Mittwochmittag, 01.04.2026, kam es kurz vor 13 Uhr auf der B466 im
Bereich Bad Ditzenbach-Gosbach zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und weiteren
Behörden, nachdem ein Tanklaster rund 1 – 2 Tonnen eines Reinigungsmittels verloren hatte. Bei dem
Vorfall waren Tenside ausgetreten. Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit des Stoffes bildeten sich
großflächige Schaummengen. Die Stoffe gelangten über die Kanalisation in die Sammelkläranlage
Deggingen und von dort – sowie teilweise über Regenüberlaufbecken infolge der Niederschläge – in
die Fils. Die Bundesstraße B466 musste zwischen Gosbach und Deggingen mehrere Stunden voll
gesperrt werden.
Lage stabil, weitere Untersuchungen erforderlich
Derzeit sind weder in der Kanalisation noch in der Fils weitere Schaumbildungen feststellbar. Insgesamt
deutet die Entwicklung darauf hin, dass sich die Lage stabilisiert. Dennoch sind weitere Untersuchungen
sowie eine Nachkontrolle des Fischbestands in den betroffenen Gewässerabschnitten erforderlich.
Kontakt mit dem Flusswasser an den betroffenen Stellen sowie dem Schaum sollte vorsorglich
vermieden werden.
Die eingesetzten Feuerwehren aus Bad Ditzenbach, Deggingen, Bad Überkingen und Geislingen
waren schnell vor Ort und reduzierten den Schaum durch den Einsatz von Frischwasser. Sie
überwachten die Situation auch über Nacht.
In der Kläranlage Deggingen kommt es aktuell noch zu Schaumbildung im Bereich der
Förderschnecken sowie zu vereinzelten Resten in Verbindungsschächten, die derzeit ausgespült
werden. Am Ablauf der Anlage wurden Proben entnommen; die Analyseergebnisse stehen noch aus.
Die beiden Regenüberlaufbecken in Deggingen sind infolge der Niederschläge stark gefüllt und weisen
weiterhin Schaumbildung auf. Das kleinere Becken wird kurzfristig entleert, um zusätzliche
Pufferkapazität zu schaffen, während das größere im Laufe des Wochenendes folgt. Anschließend ist
eine Reinigung beider Becken vorgesehen, um erneute Schaumbildung zu vermeiden.
Zum Schutz der Gewässer wurden die in die Fils einleitenden Mühlkanäle vorsorglich geschlossen.
Zudem wurde ein Fischereiverbot erlassen. Wasser- und Schaumproben werden derzeit analysiert.
Trinkwassersicherheit: Potentiell betroffene Trinkwasserfasungen vorsorglich vom Netz
genommen
Vorsorglich wurden die potenziell vom Tensidaustritt betroffenen Trinkwasserfassungen in Deggingen
und in Bad Überkingen vom Netz genommen. Diese Anlagen sind Stand 02.04.2026, 11:00 Uhr
weiterhin vom Netz getrennt. Eine Wiederinbetriebnahme erfolgt nach Freigabe durch das
Gesundheitsamt, das die Lage fortlaufend überwacht.
Quelle Landratsamt Göppingen
Bilder Blaulichtreport Geislingen
Update 07.04.26
Tensidaustritt in Bad Ditzenbach: Lage stabilisiert. Engmaschige Kontrolle durch Behörden
Wasserproben vom 02.04.2026 unauffällig. Kontakt mit Filswasser unbedenklich. Fischereiverbot aufgehoben.
Göppingen, 08.04.2026 – Nach dem Tensidaustritt am Mittwoch, 01.04.2026 in Bad Ditzenbach-Gosbach informiert das Landratsamt Göppingen über die weitere Entwicklung. Ein Tanklaster hatte 2.000 Liter einer Natriumlaurylether-sulfat-Lösung verloren. Rund 1.000 Liter konnten auf dem betrofffenen Betriebsgelände über verschiedene Sofortmaßnahmen der Feuerwehr und des Betreibers direkt aufgefangen werden. Trotz dieser Bemühungen gelangten ca. 1.000 Liter in die Kanalisation, die Sammelkläranlage und in die Fils. Infolgedessen war es zwischenzeitlich zu massiver Schaumbildung gekommen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und weiteren Behörden waren im Einsatz.
Wasserproben bislang unauffällig
Die Untersuchungen der Proben vom Donnerstag, den 02.04.2026 sind abgeschlossen. In keiner der sechs Proben konnte ein Fremdstoffgehalt, insbesondere an Laurylethersulfat o.a. Tensiden, nachgewiesen werden. Die Proben sind somit alle unauffällig. Um eine Kontamination des Trinkwassers sicher ausschließen zu können, erfolgen weitere Untersuchungen im Verlauf. Die Analyseergebnisse der Nachuntersuchung vom 07.04.2026 stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Diese werden voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages dem Landratsamt vorliegen.
Umweltauswirkungen gering
Das Ausmaß der Gewässerverunreinigung ist insgesamt als gering einzustufen, da es aufgrund der Verdünnung im Gewässer zu keiner erheblichen Belastung kam. Ein Kontakt mit dem Flusswasser ist nach aktuellem Stand unbedenklich. Die Fils wird weiterhin im Rahmen der Gewässeraufsicht regelmäßig kontrolliert. Aktuell liegen keine Auffälligkeiten oder neuen Meldungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 01.04. vor.
Fischereiverbot aufgehoben
Die enthaltenen Tenside sind aufgrund der starken Verdünnung nicht fischtoxisch. Eine Gefährdung für Fische und andere Wasserlebewesen besteht daher nicht. Auch für den Menschen ist hierdurch kein Risiko gegeben; gefangene Fische sind weiterhin verzehrbar. Ein Zusammenhang von zwei zwischenzeitlich aufgefundenen toten Fischen und den Ereignissen vom 01.04. konnte nicht festgestellt werden. Das zuvor verhängte Fischereiverbot wurde inzwischen aufgehoben.
Degginger Kläranlage zwischenzeitlich betroffen
In der Kläranlage Deggingen war es durch die Einleitung des Reinigungsmittels am 01.04. und 02.04. zu einer starken Schaumbildung gekommen. Zur Sicherstellung eines ausreichenden Stickstoffabbaus musste die Belüftung der Belebungsbecken erhöht werden. In der 24-Stunden-Mischprobe vom 01.04. wurde ein deutlich erhöhter Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) festgestellt. Dieser Wert beschreibt die Menge an Sauerstoff, die zur Oxidation organischer Stoffe im Wasser benötigt wird. Am 02.04. lag der CSB-Wert kurz nach 7 Uhr bei 39,1 mg/l und damit deutlich über dem wasserrechtlichen Grenzwert von 20 mg/l. Dieser Grenzwert ist im Vergleich zur Abwasserverordnung bewusst niedrig angesetzt, um die Fils besonders zu schützen. Inzwischen ist davon auszugehen, dass sich die Werte wieder normalisiert haben. Insgesamt ist die Situation glimpflich verlaufen.
zur heute Mittag versendeten Pressemitteilung zum Tensidaustritt in Bad Ditzenbach eine Ergänzung mit Stand 16.15 Uhr:
Auch die Ergebnisse der Nachuntersuchung vom 07.04. waren unauffällig. Die vorsorglich abgestellten Trinkwasserfassungen in den betroffenen Bereichen können daher wieder ans Netz. Die Trinkwasserversorger wurden hierüber entsprechend informiert.