19/02/2026
Heute erzählt Martina Tina Spielmaus uns von ihrem Weg zur Prothese- der für sie gedanklich erst gar nicht in Frage kam!
Sechs Jahre lang suchte ich Antworten. Fachärzte, Untersuchungen, Schmerzen, die kamen und gingen – so stark, dass ich mit Krücken zur Arbeit ging. Niemand konnte erklären, was in meinem rechten Unterschenkel passierte. Dann ging alles plötzlich sehr schnell: Gefäßscreening, Krankenhaus, Diagnose pAVK. Spülungen, Ports, Stents – immer wieder Hoffnung, immer wieder alles verstopft. Am Ende Nierenversagen. Und die Amputation.
Von einer Prothese sprach vor der OP niemand, dafür war keine Zeit. Für mich war klar: Rollstuhl. Ich habe sogar entschieden, meine rechten Schuhe zu entsorgen. Als später ein Orthopädietechniker an meinem Bett stand, wusste ich noch immer nicht, warum er da war. Erst Monate später fiel dieses Wort überhaupt: Prothese. Das erste Mal wieder aufrecht zu stehen, war unbeschreiblich, doch mit dem Stehen kamen neue Fragen: Kommt mein Gleichgewicht zurück? Kann ich meinem Körper wieder vertrauen?
Die Antwort kam mit den richtigen Menschen – mit APT. Hier ging es nicht um schnelle Lösungen oder Standards, sondern um echtes Zuhören. Hier ging es darum, dass ich mein Gelenk beherrsche – und nicht das Gelenk mich. Eine Prothese ersetzt nicht alles. Schnee bedeutet immer noch Pause, Gehhilfen gehören immer dazu, und Barrierefreiheit ist leider noch lange keine Selbstverständlichkeit.
Aber dank APT kann ich wieder selbstständig von A nach B. Ich stehe. Ich gehe. Ich lebe.
Fünf Jahre später stellte sich heraus, dass es gar kein pAVK war, sondern die Spätfolge eines alten Sportunfalls, der verschleppt wurde. Der Weg war lang und schmerzhaft, aber ich bin ihn nicht allein gegangen. Und dafür bin ich dankbar.
Danke APT – für Zuhören, ehrliche Begleitung und dafür, dass ich wieder aufrecht durchs Leben gehen kann.