18/01/2026
2016 begann mit VORFREUDE: Reise in die alte Heimat USA. GESUNDHEITLICH startete das Jahr jedoch nicht gut. Heute weiß ich: Meine ME/CFS hatte bereits ein Jahr zuvor eingesetzt. Doch es kam noch schlimmer. Ein heftiger AUTOUNFALL veränderte alles. Wir wurden angefahren, das Auto überschlug sich. Long story short: Tage und Wochen verbrachte ich bei einem guten Freund, mit den schlimmsten Kopfschmerzen ever & Symptomen, so massiv, dass ich sie kaum beschreiben konnte.
Zurück in D schleppte ich mich zu einem Verbandstreffen des Feministischen Frauengesundheitszentrums FFGZ nach Berlin. Kurz darauf moderierte ich eine FUKS-Kunstausstellung & war Auktionatorin, nach 4 STUNDEN Makeup, weil meine Haut grau war und nichts funktionierte. Ich arbeitete weiter, coachte natürlich auch. Sechs Wochen nach dem Unfall erfuhr ich, dass ich eine HIRNBLUTUNG überlebt hatte. Plötzlich ergaben die Symptome Sinn. Ich wusste jedoch noch nicht, wie viele Jahre es mich kosten würde.
Da ich nicht akut diagnostiziert worden war, gab es keine Hilfe. Also erkämpfte ich mir ERGOTHERAPIE. Fast alles andere brachte ich mir SELBST wieder bei: Lesen, Schreiben, Malen, Erinnern, Tanzen, der Umgang mit der plötzlichen LÄHMUNG der linken Seite. Vom SEELISCHEN ganz zu schweigen. Ich buchte Somatic-Experiencing-Sessions, weil ich wusste: Das ist nötig. Als mir die Therapeutin sagte, ich solle überlegen, was MEIN ANTEIL an der fehlenden Diagnose gewesen sei, war das mein letztes Mal.
Im Sommer spielte ich im experimentellen Stück LE CHANT DES VULVES. Anstrengend, aber heilsam. Ich kämpfte mich durch den Tanzunterricht, weinte danach in der Umkleide. Ich ging auf eine TTIP-Demo, volontierte beim PFENNIGBAZAR, wurde 42, meine Lieblingsbrille wurde mir im Mineralbad GESTOHLEN, wusch den grössten GESCHIRRBERG aller Zeiten ab & Gab eine Lyrische Moderations Performance für Christa. Ich crashte, rekuperierte, stand wieder auf. Loop.
Ein extremes Jahr. Heute weiß ich: So schnell knick ich nicht ein. Es hat mir Demut gelehrt & gezeigt, wozu ich fähig bin. 2016, in dem ich klar gespürt habe: „I’m not to be f*cked with“ & älter werden ist ein f*cking Privileg, let’s celebrate it! #2016