03/03/2025
Heute schreibe ich mal wieder einen etwas persönlicheren Artikel. Gerade sind wir in den Bergen, und während unsere Kinder eine Woche lang Skifahren dürfen, nutzen mein Mann und ich die Zeit, um aufgeschobene Arbeiten am Computer zu erledigen.
Heute ist ein besonderer Tag: unser 36. Hochzeitstag. Ein schöner Anlass, um ein wenig zurückzublicken. Manchmal fühlt es sich an, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir auf dem Standesamt standen und danach in kleinem Kreis mit Familie und Freunden gefeiert haben. Und dann gibt es Momente, in denen diese Zeit unendlich weit entfernt erscheint.
Es ist faszinierend, was ich in diesen 36 Jahren mit meinem Mann erleben durfte. Nicht nur privat, sondern auch beruflich waren wir fast immer ein Team – viele Jahre lang haben wir gemeinsam im Labor gearbeitet. In dieser Zeit gab es natürlich nicht nur Sonnenschein. Es hat geregnet, gestürmt, und manchmal schien es fast, als würde alles auseinanderbrechen. Doch eine Gewissheit war immer da: dass wir gemeinsam alles meistern können.
Die ersten Schritte in die Selbstständigkeit und der Aufbau eines eigenen Labors haben mich manchmal an meine Grenzen gebracht. Als Mitarbeiterin im Labor meines Mannes stand ich oft zwischen den Stühlen. Und im Privaten gab es lange Jahre der Kinderlosigkeit, die mich immer wieder an meine emotionalen Tiefpunkte führten. Doch egal, wie schwer es war – mein Mann war immer da, um mich aufzufangen. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.
Schon während meines Studiums habe ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Ich kannte Murphy, Tepperwein, Hay und viele andere. Eigentlich bin ich ein sehr kopfgesteuerter Mensch, auch wenn ich gleichzeitig viel Emotionalität und Empathie in mir trage. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich wirklich verstanden habe, worauf es im Leben ankommt – bis ich meine eigene Mitte gefunden habe.
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