06/02/2026
💬Quote of the day💬
Dr. Viola Muriel Frymann war eine der prägendsten Persönlichkeiten der Osteopathie. Als eine der letzten Schülerinnen von William G. Sutherland gilt sie als Wegbereiterin der Kinderosteopathie und gründete mit dem Osteopathic Center for Children in San Diego eine der weltweit bedeutendsten Einrichtungen für osteopathische Arbeit mit Kindern.
Ihre ersten positiven Erfahrungen mit Osteopathie machte die gebürtige Engländerin bereits als Kind, als ihrem an Tuberkulose erkrankten Vater durch einen Osteopathen geholfen werden konnte. Nach ihrem Medizinstudium in London führte sie ihr Weg mangels Ausbildungsmöglichkeiten in Europa an das College of Osteopathic Physicians and Surgeons in Los Angeles.
Ein tragischer Einschnitt in ihrem Leben war der Tod ihres erstgeborenen Sohnes Paul
nach einer langen und schweren Geburt. Die Begegnung mit den Lehren William G. Sutherlands – insbesondere zu traumatischen Geburten und der Beweglichkeit der Schädelknochen – prägte ihren weiteren Weg entscheidend.
In den 1960er Jahren initiierte Dr. Frymann maßgeblich die Entwicklung der Osteopathie in Europa, vor allem in Frankreich. Über viele Jahre reiste sie unermüdlich um die Welt, unterstützte Osteopathinnen und Osteopathen – besonders dort, wo Osteopathie noch am Anfang stand – und trug das Erbe von Andrew Taylor Still, John Martin Littlejohn und William G. Sutherland weiter.
Ihre Aussage erinnert bis heute an einen zentralen osteopathischen Grundgedanken: Heilung geschieht durch die Selbstregulationskräfte des Menschen – Osteopathinnen, Osteopathen und Ärzte können diese Prozesse begleiten, unterstützen und anregen.