25/02/2026
Egbert war ein fester Bestandteil unseres Erinnerungscafés. Vom ersten Café an hatte er seinen Stammplatz, anfangs noch als Hahn im Korb – eine Rolle, die er durchaus genossen hat 😉
Nach dem Tod seiner Frau hat er trotz aller Trauer immer nach vorne geschaut, hat sich neue Aktivitäten gesucht und sein Lächeln nie verloren.
Jeden Tag hat er seine feste Runde durch den Ort gedreht, hat das Grab seiner Frau besucht, unterwegs hier und da ein Pläuschchen gehalten und auf dem Rückweg immer einen Halt im Eiscafé eingelegt, wo er ein Stück von seiner geliebten Marzipantorte gegessen und eine Tasse Kaffee getrunken hat. Wer Egbert kannte, hat ein Bild eines fitten Rentners im Kopf, der trotz seiner 90 Jahre noch lange nicht genug vom Leben hatte und es in vollen Zügen genoss.
Am 2. Februar ist Egbert ganz überraschend gestorben. Er hinterlässt eine große Lücke, nicht nur bei uns im Erinnerungscafé, sondern bei jedem, der das Glück hatte, ihn kennenlernen zu dürfen. Aber ganz besonders hinterlässt er ein Lächeln bei jedem, der an ihn denkt.
Heute haben wir im Erinnerungscafé Abschied von Egbert genommen, haben eine Kerze für ihn angezündet und unsere Erinnerungen an ihn in einem Glas für seine Tochter gesammelt. Und natürlich gab es seine geliebte Marzipantorte aus dem Eiscafé 🥰
Lieber Egbert, dass Du nicht mehr da bist, fühlt sich immer noch unwirklich an. Ich warte jeden Tag darauf, dass Du auf Deinem Weg zum Friedhof bei uns am Schaufenster vorbeiläufst, hineinschaust und mir freudig zuwinkst, so wie Du es immer getan hast. Danke, dass ich Dich und Deinen Optimismus kennenlernen und so viel mit Dir lachen durfte. Ich wünsche Dir eine gute Zeit, wo auch immer Du nun bist, pass gut auf Dich auf.
Deine Christina