09/04/2026
Was haben Essanfälle mit Erschöpfung und den Hormonen zu tun?
Viel mehr, als wir alle denken.
Denn die Ernährung zu reduzieren ist nicht immer nur eine Frage des Willens.
Dauerstress ist eine hormonelle Reaktion, die über unsere Stressdrüsen, die Nebennieren gesteuert wird. Langjährige Überlastung bringt also auch das Energiesystem des Körpers aus dem Gleichgewicht. Diese Stressdrüsen sind wichtig für den Umgang mit Stress und für die Bereitstellung von Energie.
Dauert die Belastung jedoch lange an, zum Beispiel durch anhaltenden Stress, zu wenig Schlaf, seelische Belastungen oder eine Erkrankung, dann arbeiten die Nebennieren weniger zuverlässig.
Dadurch stehen dem Körper diese unterstützenden Hormone nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung. Gleichzeitig bleibt der Energiebedarf hoch, denn lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Denken, Bewegung und Abwehrkräfte und das Meistern des immer anspruchsvoller werdenden Alltags müssen weiterhin aufrechterhalten werden.
In dieser Lage sucht sich der Körper einen anderen Weg, um Energie zu bekommen. Essen wird zur wichtigsten äußeren Energiequelle.
Besonders Zucker und leicht verdauliche Kohlenhydrate liefern schnell Energie. Sie können Müdigkeit und Erschöpfung kurzfristig überdecken. Deshalb verspüren viele Betroffene häufig Hunger, vor allem auf Süßes oder kohlenhydratreiche Lebensmittel, oder sie haben das Bedürfnis, regelmäßig zu essen, um ein Absinken der Energie zu vermeiden.
Wenn die körpereigene Energieversorgung mit Stress- bzw Energiehormonen nicht mehr ausreichend funktioniert, greift der Körper verstärkt auf Energie von außen zurück. Das ist ein sinnvoller Schutzmechanismus, damit der Alltag überhaupt noch bewältigt werden kann.
Aber: häufiges Essen und starke Schwankungen des Blutzuckers können den Stoffwechsel zusätzlich beanspruchen und die Erschöpfung verstärken. Es entsteht ein Kreislauf aus Müdigkeit, Hunger und kurzfristiger Energiezufuhr. Frauen trifft dies leider viel stärker und ganz besonders ab ca Mitte 40. Denn dann sinken auch die Sexualhormone ab.
Wir müssen also bei der hormonellen Stressachse und vor allem unserem Lebensrhythmus anfangen und nicht mit Intervallfasten.
Wer dabei Begleitung möchte, kann sich noch bis zum Wochenende in der Wechsel-Zeit-Light-Gruppe anmelden.
Regina Fischer, Heilpraktikerin vom Hormondetektivbuero.de