26/02/2026
Hüftbeugung ist keine isolierte Bewegung.
Die Beugung der Hüfte ist funktionell gekoppelt an die Bewegung des Os sacrum
→ über Nutation und Gegennutation im Iliosakralgelenk
→ mit einer segmentalen Weiterleitung der Bewegung in die Lendenwirbelsäule, mindestens bis in die unteren Segmente (L4–L3).
Wir sprechen hier von einer zusammenhängenden lumbopelvinen Mechanik.
Kein Gelenk arbeitet für sich allein.
Rotation ist dabei kein beliebig umkehrbarer Freiheitsgrad.
Sie ist richtungsdominant, momentumabhängig und strukturell vororientiert –
insbesondere unter Last, Zeit und Wiederholung.
Bei bilateralen Bewegungsabläufen unter hoher Belastung kann es deshalb zu einem biomechanischen Konflikt kommen:
Die Rotationsmechanik ist funktionell eingeschränkt oder vorzeitig limitiert,
wodurch die Kraft nicht mehr frei durch Hüfte, ISG und LWS durchgeleitet werden kann.
Kraft verschwindet nicht.
Sie wird umgeleitet.
In solchen Fällen übernimmt häufig das Bindegewebe – insbesondere fasziale und ligamentäre Strukturen, die ISG und LWS sichern – kompensatorisch Aufgaben der Kraftübertragung und Dämpfung.
Das ist keine Fehlfunktion.
Es ist eine adaptive Strategie des Körpers bei fehlender segmentaler Bewegungsfreiheit.