12/04/2026
Letztes Wochenende im TCVM-Unterricht hatten wir uns mit dem Thema westliche und chinesische Kräuter beschäftigt. Und weil ich bekanntlich ein Freund der alten Literatur bin, habe ich mich bewusst an den klassischen Grundlagen orientiert und auch auf die Rezepturen und Prinzipien aus dem „Xie's Chinese Veterinary Herbology" 📖📗 zurückgegriffen.
💡 Für alle, die das Buch nicht kennen, es ist ein Grundlagenwerk aus der tiermedizinischen Phytotherapie. Es verbindet westliche Kräuterheilkunde mit traditioneller Anwendung und gibt einen super Überblick über die einzelnen Pflanzen, ihre Wirkweisen, Dosierungen und wie man sie bei Hund, Katze und Pferd sinnvoll einsetzen kann.
Ich bin ein wenig 🤏🏻 (viel) überrascht, wie viele moderne Bücher 📚 sehr alte Rezepturen 🌿🍵 und Ansätze aufgreifen und sie dann als etwas Neues oder sogar Eigenes darstellen und entsprechend vermarkten 🫣.
Nur weil etwas gedruckt wurde 🙏🏻, heißt das noch lange nicht, dass es sauber aus der TCM/TCVM gedacht ist. Gerade in moderner Literatur sieht man häufig, dass Begriffe vermischt werden, westliche Denkweisen über die chinesische Logik gelegt werden oder klassische Zusammenhänge zu stark vereinfacht werden. Das fällt vor allem dann auf, wenn man die alten Quellen kennt und nicht nur moderne Sekundärliteratur liest.
In der Praxis ist es entscheidend 🙏🏻, die Denkweise 🧠☯️ der TCM nach den fünf Elementen 🔴🟡⚪🔵🟢 wirklich zu verstehen. Nur dann können wir Kräuter, Fütterung und Therapie sinnvoll miteinander verbinden und vor allem auch dauerhaft anwenden. Sonst bleibt es am Ende nur ein „Ausprobieren“.