Liebevoll.aufwachsen

Liebevoll.aufwachsen Psychologin (M.Sc.), Erzieherin, Schlafberaterin, systemische Familientherapeutin i.A.

Starke Gefühle kommen nicht (!) weil wir „zu sensibel“ oder zu schwach sind, sondern, weil u.a. unser Nervensystem Alarm...
17/01/2026

Starke Gefühle kommen nicht (!) weil wir „zu sensibel“ oder zu schwach sind, sondern, weil u.a. unser Nervensystem Alarm schlägt.

Und ein großer Irrglaube: Wut, Angst, Überforderung oder innere Unruhe sind keine Gegner, die man besiegen muss, ganz im Gegenteil, sie sind Signale, die uns was mitteilen wollen. Meist sowas wie, „ hör hin!“, „achte jetzt mal auf dich!“

Wenn Gefühle sehr intensiv werden, dann ist unser rationales Denken oft nur eingeschränkt verfügbar. Genau deshalb helfen Strategien, die den Körper und das Nervensystem ansprechen, wie z.B.:

Langsame Atmung kann das Stresssystem beruhigen, weil unser Gehirn ruhige Atmung mit Sicherheit verknüpft. Bewegung oder ein Spaziergang können außerdem helfen überschüssige Anspannung abzubauen.

Gedankliche Ablenkung kann Abstand schaffen, wenn Gefühle gerade zu überwältigend sind. Und die innere Sprache, also das, was wir uns selbst sagen wirkt stärker als vielen bewusst ist.

Positive Selbstverbalisierung bedeutet sich innerlich zu stabilisieren und nicht sich etwas „schönzureden“:
Ich darf gerade überfordert sein.
Ich komme da wieder raus.
Ich bin nicht falsch.

Das Ziel beim regulieren ist nicht, Gefühle sofort loszuwerden.
Sondern wir wollen wieder handlungsfähig zu werden, um Gefühle regulieren zu können, statt von ihnen gesteuert zu werden.

Aber jetzt zum Wichtigsten: Sei nett zu dir selbst, denn v.a. das ist Emotionsregulation.

GEFÜHLE
PSYCHOLOGIE
SELBSTFÜRSORGE
REGULATION
NERVENSYSTEM
ACHTSAMKEIT
MENTALHEALTH

🧠 Zu viel Stress kann das Gehirn eines Kindes erheblich beeinflussen 🧠⁠In stressigen Situationen produziert der Körper d...
12/01/2026

🧠 Zu viel Stress kann das Gehirn eines Kindes erheblich beeinflussen 🧠⁠

In stressigen Situationen produziert der Körper das Stresshormon Cortisol. Kurzfristig hilft es, auf Herausforderungen zu reagieren, das ist ganz normal. Doch was passiert, wenn Stress chronisch wird?⁠

⁠Chronischer Stress: also anhaltender, intensiver Stress kann dem Gehirn deines Kindes schaden. Besonders betroffen ist das sich noch entwickelnde Gehirn, das unter Dauerbelastung leiden kann.⁠

Wie sich chronischer Stress auswirkt?
Die Entwicklung wichtiger Hirnregionen, wie dem Hippocampus (u.a. Gedächtnis/Lernen) und der Amygdala (emotionale Verarbeitung) kann in der Entwicklung gestört werden.

Der präfrontale Kortex, der u.a. für die Impulskontrolle und Entscheidungsfindung zuständig ist, kann beeinträchtigt werden.

Kinder, die unter ständigem Stress leiden haben oft mehr Schwierigkeiten ihre Emotionen zu regulieren und reagieren meist impulsiver.⁠ ⁠

Ein langfristig erhöhter Cortisolspiegel schwächt z.B. auch das Immunsystem, sodass Kinder anfälliger für Krankheiten werden und langsamer genesen.⁠

Was können Eltern nun tun?
➡️ Schafft z.B. Ruheoasen!
➡️ Vielen Kindern helfen Routinen und Rituale, die den Alltag strukturieren. ⁠
➡️ Unterstützt eure Kinder dabei, Stress zu bewältigen, z.B. durch regelmäßige Pausen, Kuschelzeiten oder Entspannungsübungen.⁠
➡️ Achtet auf eure eigenen Stresslevel und zeigt euren Kindern, wie ihr Stress abbaut.

Mehr dazu findest du im Beitrag 👍

KINDLICHE ENTWICKLUNG
ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE
KINDER VERSTEHEN
ELTERN STÄRKEN
BEDÜRFNISORIENTIERT
BINDUNGSORIENTIERT
KINDERSCHUTZ

Wisst ihr, Kinder haben noch keine so entwickelte Impulskontrolle wie Erwachsene, da sich entsprechende Gehirnbereiche u...
03/01/2026

Wisst ihr, Kinder haben noch keine so entwickelte Impulskontrolle wie Erwachsene, da sich entsprechende Gehirnbereiche und ihre kognitiven Fähigkeiten noch entwickeln. Die Impulskontrolle bezieht sich auf die Fähigkeit, spontane Reaktionen zu unterdrücken und stattdessen „überlegt“ zu handeln.

Die Gehirnregionen, die für die Impulskontrolle zuständig sind, wie der präfrontale Kortex entwickeln sich während der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Daher neigen Kinder dazu impulsiver zu handeln, weil eben ihr Gehirn noch nicht die notwendigen Verbindungen sowie Kontrollmechanismen ausgereift hat, um bestimmte Reaktionen zu hemmen.

Das verbessert sich allerdings meist mit zunehmendem Alter und Erfahrung. Wir können Kindern dabei helfen ihre Impulskontrolle zu fördern, indem wir mit ihnen Strategien etablieren, die ihre Emotionen regulieren.

Kinder entwickeln die Fähigkeit zur Impulskontrolle in der Regel im Vorschulalter: Zwischen 3 bis 5 Jahren zeigen Kinder altersbedingt noch eine geringe Impulskontrolle und handeln daher meist impulsiv.

Good news: Im Grundschulalter verbessert sich die Fähigkeit zur Impulskontrolle! Und dann wird’s mit den Jahren und mit der Erfahrung immer besser!

Bedenkt aber Entwicklung ist individuell und kann variieren: d.h. die einen sind früher dazu fähig, als die anderen.
Eine gute Impulskontrolle ist entscheidend für die soziale Interaktion, die emotionale Regulation und die erfolgreiche Bewältigung des Alltags. Menschen mit einer schwachen Impulskontrolle neigen dazu impulsiv zu handeln, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, was zu Problemen in verschiedenen Lebensbereichen führen kann.

Die Impulskontrolle wird von verschiedenen Gehirnregionen, v.a. dem präfrontalen Kortex reguliert. Diese Regionen sind für die Planung, die Entscheidungsfindung und die Kontrolle von impulsiven Reaktionen zuständig. Unsere Impulskontrolle kann durch Training, Erfahrung und die Anwendung von Strategien zur Emotionsregulation verbessert werden.

Fragen?

Stell dir vor:Du scrollst kurz auf dem Handy.Jemand kommt, nimmt es dir kommentarlos weg. „Jetzt wird gegessen.“ Du scha...
31/12/2025

Stell dir vor:
Du scrollst kurz auf dem Handy.
Jemand kommt, nimmt es dir kommentarlos weg. „Jetzt wird gegessen.“ Du schaust schockiert! „Wenn du jetzt diskutierst, gibt’s morgen kein Netflix.“

Du bist in einem Meeting und flüsterst deiner Kollegin etwas zu. Dein Chef klatscht laut in die Hände: „Jetzt ist aber mal Ruhe da hinten!“
Dann schickt er dich raus. Du sollst dich vorne hinsetzen, zur Strafe.

Du hast beim Training nicht so mitgemacht, du warst müde. Die Trainerin sagt vor allen: „Dann kannst du beim nächsten Mal gleich zuhause bleiben.“ Alle schauen dich an und du schämst dich.

Du bist überfordert, müde, gereizt. Dein Partner sagt: „Wenn du dich weiter so aufführst, rede ich heute nicht mehr mit dir.“ Und er zieht’s durch. Du fühlst dich allein. Ausgeschlossen.

Du weigerst dich, etwas zu essen.
Man sagt dir: „Dann bleibst du so lange sitzen, bis du aufgegessen hast.“ oder „Dann gehst du halt hungrig ins Bett!“

Du fragst nach Hilfe und bekommst zur Antwort: „Das musst du jetzt alleine hinkriegen. Sonst wirst du nie selbstständig.“

Niemand würde so mit dir umgehen.
Hoffentlich. Denn du bist ein Erwachsener. Und weil du ein Erwachsener bist, gilt, dass du Nein sagen darsft. Du darfst widersprechen. Du hast Rechte und Würde.

Kinder erleben genau diese Situationen Tag täglich! Zu Hause, in Kitas, Schulen und Vereinen.

Niemand würde so mit Erwachsenen umgehen. Aber viele nennen es Erziehung, wenn wir genau das mit Kindern tun.

Doch das ist keine Erziehung.
Das ist Machtausübung.
Und diese hinterlässt Spuren.

Kann man pauschal sagen, dass U3-Betreuung schlecht für Kinder ist? Und woran lässt es sich u.a. festmachen, ob sie gut ...
28/12/2025

Kann man pauschal sagen, dass U3-Betreuung schlecht für Kinder ist? Und woran lässt es sich u.a. festmachen, ob sie gut oder belastend ist? Diese Fragen begegnet mir seit Jahren und sie wird in meinen Auge häufig zu verkürzt diskutiert.
Denn entweder gibt es das Thema „U3-Betreuung ist grundsätzlich problematisch“ oder „Kinder müssen in die Betreuung, um soziale Kompetenzen zu lernen“

Und wisst ihr was, Beides greift zu kurz! Denn es ist so viel komplexer.

Als Erzieherin kenne ich die Realität in Einrichtungen und als Familienbegleiterin erlebe ich dieselbe Realität aus Elternperspektive, mit all den Sorgen, Schuldgefühlen und inneren Konflikten. Als Psychologin kenne ich die wissenschaftlichen Erkenntnisse: Und genau daraus ergibt sich meine klare Haltung:

1. Man kann nicht pauschal sagen, dass U3-Betreuung schlecht für Kinder ist.
2. Wir können allerdings benennen, unter welchen Bedingungen sie für viele Kinder belastend oder unterstützend wird.

Bindungs- und entwicklungspsychologisch ist nicht der Ort entscheidend, sondern die Qualität der Beziehungen. Kinder müssen erst lernen Stress, Überforderung usw. selbst zu regulieren und hierfür benötigen sie Co-Regulation, durch verlässliche Erwachsene.

Ganz wichtig ist mir zu sagen, dass es niemandem hilft Eltern mit Schuld zu beladen und gleichzeitig hilft es auch nicht die Realität in vielen Einrichtungen schönzureden. Ich selbst habe oft Kinder gesehen, die müde, überreizt oder frustriert waren und das höchstwahrscheinlich nicht wegen Betreuung an sich, sondern wegen nicht kindgerechter Rahmenbedingungen.

Aus systemischer Sicht liegt das Problem selten bei einzelnen Eltern oder Fachkräften, sondern in Strukturen, die zu viel verlangen und zu wenig ermöglichen.

Daher mein Fazit für euch: U3-Betreuung ist nicht per se schlecht und sie ist auch nicht automatisch gut. Entscheidend ist eher Wie: also wie lange, mit wem und unter welchen Bedingungen sie stattfindet.

Und genau darüber müssen wir sprechen dürfen, ohne Teams zu bilden und ohne andere in ihrer Entscheidung abzuwerten.

Ich weiß: die Diskussion, rund ums Böllern ist emotional und kann schnell ausarten.Denn das Böllern an Silvester ist für...
27/12/2025

Ich weiß: die Diskussion, rund ums Böllern ist emotional und kann schnell ausarten.

Denn das Böllern an Silvester ist für viele Menschen eine Tradition, die ihnen Freude bereitet. Und ja, ein Feuerwerk hat was faszinierendes.

Doch, wie bei anderen Traditionen auch, lohnt es sich die Auswirkungen kritischer zu betrachten und zu überdenken. Es geht mir darum Alternativen zu schaffen, wie z.B. ein großes, zentrales Feuerwerk, das von der Stadt organisiert wird, eben unter kontrollierten Bedingungen.

Denn ein Feuerwerk hat nun mal Schattenseiten:
Feuerwerkskörper verursachen jährlich Tonnen von Feinstaub, der die Luftqualität beeinträchtigt. Hinzu kommen die Müllberge, die oft auf Straßen und in Grünflächen liegen bleiben und für die Umwelt eine große Belastung darstellen.

Auch Tiere leiden unter der Knallerei: Haustiere, Wildtiere und Vögel geraten durch die lauten Geräusche in Panik, was oft zu Unfällen führt. Für Tierhalter ist es an Silvester eine Herausforderung ihre Tiere zu schützen.

Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit: Jährlich verletzen sich viele Menschen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Gleichzeitig sind Rettungsdienste an Silvester im Dauereinsatz, um Unfälle und Brände zu bewältigen.

Seit Jahren ist diesenTradition im Wandel:
In den letzten Jahren werden die negativen Auswirkungen von Feuerwerken immer intensiver diskutiert. Viele Menschen entscheiden sich bewusst gegen privates Böllern und setzen auf Alternativen: Lichtershows oder ein großes, von der Stadt organisiertes Feuerwerk bieten z.B. Möglichkeiten, die Magie von Silvester zu bewahren, halt auf sicherere und kontrollierbarer Weise.

Es geht nicht darum Traditionen komplett zu verbieten, sondern sie verantwortungsvoll zu gestalten.

Wie steht ihr dazu?

Gehört Böllern für euch zu oder könnt ihr euch Alternativen vorstellen? Wenn ja, welche?

„Mama, wie oft noch schlafen bis Weihnachten?!“Ich glaube, kaum eine Frage habe ich in den letzten Tagen häufiger gehört...
23/12/2025

„Mama, wie oft noch schlafen bis Weihnachten?!“
Ich glaube, kaum eine Frage habe ich in den letzten Tagen häufiger gehört als diese. Und heute ist es endlich soweit: Es ist Weihnachten. Weihnachten bedeutet Geschenke, leckeres Essen, Familie/Freunde, es ist viel los, alles so spannend und überhaupt unglaublich aufregend!

Für Kinder ist Weihnachten eine magische Zeit: der Duft von Plätzchen, das Funkeln der Lichter, das Stimmengewirr der Familienmitglieder und die prickelnde Vorfreude auf die Geschenke. Und hinter all der Freude steckt auch eine Menge Aufregung, etwas, das wir Erwachsene manchmal übersehen oder als „anstrengend“ empfinden.

Unsere Kinder wissen nicht, wie viel Planung, Vorbereitung und Organisation nötig sind, damit der heutige Tag (und die Tage davor und danach) so „reibungslos“ abläuft. Sie wissen nicht, wie viele mentale, emotionale und körperliche Ressourcen wir Eltern in diese Zeit investieren. Und wisst ihr was? Das müssen sie auch gar nicht wissen.

Ihr Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt: auf den Geschenken, dem Spielen und der Freude, die sie dabei empfinden. Und das ist vollkommen okay.

Gleichzeitig können wir heute viel von unseren Kindern lernen. Denn wenn wir uns erlauben die Welt an Weihnachten durch ihre Augen zu sehen, dann haben wir die Chance ein kleines Stück der Magie zurückzuerobern, die dieses Fest in unserer eigenen Kindheit so besonders gemacht hat. Vielleicht fühlen wir dann wieder den Zauber, den wir als Erwachsene manchmal vergessen: Die strahlenden Lichter, die Freude über kleine Dinge und das pure Glück im Moment.

Also lasst uns heute ein bisschen mehr Kind sein und Weihnachten so erleben, wie es unsere Kinder tun. Denn manchmal liegt der wahre Zauber genau dort, wo wir nicht hinsehen: in der Perspektive unserer Kinder.

🎄 Frohe Weihnachten euch allen! 🎄

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„NEIN!“ ist ein so verdammt wichtiges Wort. „Ich will das nicht!“ gehört respektiert. „Ich fühle mich hier nicht wohl“, ...
09/12/2025

„NEIN!“ ist ein so verdammt wichtiges Wort. „Ich will das nicht!“ gehört respektiert. „Ich fühle mich hier nicht wohl“, ein Gefühl und Bedürfnis (nach Sicherheit und Orientierung), welches gefühlt und erfüllt werden darf. Das sind wichtige Grenzen, die wir setzen und die von anderen respektiert und angenommen gehören.

Von Anfang an sollen Kinder erfahren, dass sie Grenzen haben und dass wir unsere Grenzen wahren (halt kindgerecht, verständnisvoll und an die Entwicklung angepasst). Von Anfang an ist es unsere Aufgabe, die Grenzen unserer Kinder, die ab und an für uns gar keinen Sinn ergeben oder sogar bei längerem Durchsetzen gesundheitliche Folgen haben könnten, zu wahren und zu respektieren. Wie gesagt, von Anfang an müssen wir die „NEINs“, „Ich will das nicht“, die Gegenwehr und Proteste – also die Selbstbestimmung unserer Kinder wahren und respektieren.

🪥 Versteht mich nicht falsch. Natürlich müssen hierbei Zähne geputzt werden, wetterentsprechend angezogen werden, irgendwann mal was gegessen werden, geschlafen werden und keiner darf einfach auf die Straße rennen.

Natürlich hat die körperliche wie psychische Gesundheit höchste Priorität. Und wir können trotzdem die Grenzen unserer Kinder wahren und ihnen zeigen, dass ihr „NEIN“ eine Daseinsberechtigung hat und gehört wird.

♥️ Dann ändern wir was am Vorgang, pausieren kurz, bauen Kuscheleinheiten oder Spiele ein, nehmen uns eine Pause und geben die Verantwortung an eine andere Bezugsperson ab.

WIR RESPEKTIEREN DIE GRENZEN UNSERER KINDER UND SETZEN UNSERE EIGENEN.

So machen Kinder die gesunde Erfahrung, dass Grenzen einen fu***ng Sinn haben und wir verantwortungsbewusst mit diesen umgehen müssen, damit wir niemandem zu Nahe treten und uns selbst schützen.

‼️Zusatz: Wir entscheiden, OB Zähne geputzt werden, aber beim WIE können die Kinder mitbestimmen. Kinder entscheiden nicht, ob sie gewickelt werden, sondern können beim WIE mitentscheiden.‼️

So, Butter bei die Fische: Nicht jeder Ratschlag, nicht jeder Impuls, nicht jeder pädagogisch top wertvolle theoretische...
08/12/2025

So, Butter bei die Fische: Nicht jeder Ratschlag, nicht jeder Impuls, nicht jeder pädagogisch top wertvolle theoretische Ansatz ist für dich, dein Kind oder deine Familie hilfreich und unterstützend. Und statt dich mit anderen Elternteilen oder dein Kind mit anderen Kindern zu vergleichen kannst du versuchen, dich auf eure Situation zu fokussieren. Spar dir deine Kraft und Energie für euch auf und setze sie lieber für dich, dein Kind und euren Weg ein.

Statt nach jedem Ratschlag oder Impuls an dir zu zweifeln, weil du xy nicht umsetzen kannst, willst oder wie auch immer, versuche die Gründe für deine Entscheidungen und deinen/euren Weg innerlich zu bestärken. Mach dich also stark für dich, deine Entscheidungen und deinen Weg.

Statt dir immer weniger zuzutrauen, weil du dieses oder jenes gelesen hast und das nicht umsetzen kannst, versuche dich intensiver mit deinen Stärken und deinen Schwächen, deinen Ressourcen auseinanderzusetzen. Hör auf dich klein zu machen, nur weil verschiedene Dinge bei anderen Menschen und Familien scheinbar reibungsloser funktionieren. Jede*r von uns hat andere Ressourcen, Unterstützung, Rahmenbedingungen, Umstände. Wir sind Individuen und unsere Familienkonstellationen sind einzigartig.

Statt Angst vor Fehlern zu haben, versuche aus Fehlern zu lernen und dir bzw. euch was mitzunehmen. Grundsätzlich machen wir alle Fehler oder erkennen später, dass wir einiges früher anders gemacht hätten. Im Hier und Jetzt machen wir alle Fehler. Wir schreien, wir ignorieren, wir sind unfair, wir machen oder sagen Dinge, die wir bereuen. Bis zu einem bestimmten Punkt ist das okay. Und ja es gibt einen Punkt, da ist es für die Kinder oder das Familienklima belastend. Aber wir dürfen Fehler machen und wir dürfen daraus wachsen. Und dieses aus Fehlern wachsen ist was ganz Großartiges. Im Übrigen vor allem auch für unsere Kinder.

Kinder in ihrem eigenen Tempo zu begleiten ist eine wichtige Aufgabe, gerade bei alltäglichen oder neuen Situationen, wi...
05/12/2025

Kinder in ihrem eigenen Tempo zu begleiten ist eine wichtige Aufgabe, gerade bei alltäglichen oder neuen Situationen, wie Zähneputzen, Anziehen oder der Eingewöhnung in die Kita.

Viele dieser Momente, die uns als Erwachsene selbstverständlich erscheinen können für Kinder große Herausforderungen darstellen.

Doch anstatt Druck aufzubauen oder auf Schnelligkeit zu pochen, lohnt es sich Geduld und Verständnis zu zeigen.

Beim Zähneputzen z.B. empfinden viele Kinder das Gefühl der Bürste im Mund als unangenehm. Statt Hektik hilft es spielerische Elemente einzubauen, die den Druck nehmen. Lieder, Geschichten oder das Zähneputzen bei einem Kuscheltier können das Zähne putzen angenehmer gestalten und den Kindern die Zeit geben ihre Erfahrungen zu machen.

V.a. bei der Eingewöhnung in z.B. die Kita zeigt sich, wie wichtig und individuell der Aspekt „Zeit“ ist. Während manche schon nach wenigen Tagen freudig auf Entdeckungstour gehen, brauchen andere mehr Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Oft ist es wichtig nicht die Geduld zu verlieren: Kinder, die Zeit bekommen sich sicher zu fühlen bauen oft eine stabilere emotionale Grundlage auf und gehen später oft selbstbewusster mit neuen Herausforderungen um.

Ein weiteres Beispiel ist das Anziehen. Jedes Elternteil kennt die Situation: Man hat es eilig und das Kind möchte unbedingt selbst die Schuhe anziehen, auch wenn es länger dauert. Hier ist es eine Herausforderung, die Balance zwischen dem Zeitdruck des Alltags und dem Bedürfnis des Kindes selbstständig zu sein, zu finden.

Doch genau diese Momente, in denen Kinder eigene Fähigkeiten ausprobieren dürfen, fördern ihre Autonomie und ihr Selbstvertrauen.

Geduld ist nicht immer einfach und sie zahlt sich langfristig aus. Sie lernen, dass sie Dinge selbstständig schaffen können und dass es in Ordnung ist, Zeit zu benötigen, um zu wachsen.

Unsere Aufgabe ist es, sie dabei verständnisvoll zu begleiten, ohne Druck, aber mit Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Lasst uns den Alltag entschleunigen und die individuellen Entwicklungsschritte unserer Kinder respektieren. Denn jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und das ist absolut in Ordnung. ❤️

Hallo Mama/Papa. Ich bin ein Kind, bald 4 Jahre alt (ich könnte aber auch 2,5 oder 3 sein, das ist jetzt mal egal). Ich ...
28/11/2025

Hallo Mama/Papa. Ich bin ein Kind, bald 4 Jahre alt (ich könnte aber auch 2,5 oder 3 sein, das ist jetzt mal egal). Ich möchte vieles selbst machen, zum Beispiel möchte ich mir mein Wasser selbst ins Glas einschenken und ja, manchmal geht so einiges daneben. Das ist keine Absicht, auch wenn ich dich dann anlächle mache ich das nicht um dich zu ärgern. Nein im Gegenteil, ich versuche die Situation zu beschwichtigen.

Wenn ich am Morgen meine Jacke nicht anziehen will, dann nicht, um dich zu ärgern oder zu manipulieren, sondern weil ich so in Verbindung zu dir trete. Dass du mir die Jacke anziehst, mich kurz noch einmal „klein“ sein lässt finde ich grandios und tut mir gut, bevor ich dann wieder 1000 Dinge in der Kita berücksichtigen muss und mich an ganz viele Regeln halten soll. Ich kann das, aber bei dir möchte ich so gerne umsorgt werden, weil mir das ein Stück Geborgenheit und deine Aufmerksamkeit schenkt. Ich werde selbstständig, wirklich. Ich bemühe mich jeden Tag, mich an das „auf die Toilette gehen“ zu erinnern und wenn mein riesengroßer Spielturm umfällt, dann kann ich meine Gefühle oft nicht zuordnen. Ich weiß manchmal gar nicht wohin damit.

Wenn ich dann schreie, wüte oder Dinge umwerfe, dann nicht, um dich wütend zu machen. Ich spüre einfach diese unfassbar starke Wut und weiß nicht, wie ich mit dieser umgehen soll. Ich sehe dir oft an, dass dich das selbst wütend macht. Das ist okay, denn Gefühle sind okay. Wenn wir unsere Gefühle fühlen und zeigen dürfen, dann haben sie die Chance abzuklingen und sich zu beruhigen.

Wenn ich abends lange deine Hand brauche, um einzuschlafen, dann nicht, um dich zu ärgern. Ich möchte einfach Zeit mit dir verbringen – die Zeit, die mir am Tag und in der Nacht fehlt. Weil du zu meinen Lieblingsmenschen gehörst und es mir so viel gibt, wenn du mir deine Hand gibst. Es mindert meine Angst und stärkt mein Gefühl von Sicherheit. Ich fühle mich geborgen und gesehen und das ist mit das schönste Gefühl auf der Welt.

Warum ich dir das sage? Weil ich mir wünsche, dass du meine Perspektive versuchst zu sehen und meine Situation zu verstehen. Ich will dich mit meinem Verhalten nicht ärgern oder

Manchmal sind es nicht die großen Konflikte, die uns als Eltern aus der Bahn werfen, sondern die kleinen Momente: das „N...
24/11/2025

Manchmal sind es nicht die großen Konflikte, die uns als Eltern aus der Bahn werfen, sondern die kleinen Momente: das „Nein“, das Trödeln, der Wutanfall, der Blick, der in uns etwas anstößt, das wir selbst kaum greifen können.

Manchmal trifft uns das Verhalten unserer Kinder genau dort, wo unsere eigenen Muster, unsere Erschöpfung oder unser Nervensystem schon am Limit sind. Es braucht dann nicht den perfekten Erziehungssatz, sondern eine praktische Impulse, die uns wieder handlungsfähig macht. Impulse, die unser Nervensystem wieder erreichen, bevor wir im Autopilot landen.

Und falls dich diese Momente gerade regelmäßig überrollen:
Du musst da nicht allein durch! Ich begleite Eltern genau dabei, damit Familienalltag wieder leichter wird und du verstehst, was wirklich hinter dem Verhalten und den Gefühlen steckt.

Du machst so viel mehr richtig, als du siehst.
Und dein Kind spürt deine Bemühungen, auch an den Tagen, an denen du selbst daran zweifelst.

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