19/01/2026
"Erinnern statt neu erfinden"
Manchmal vergesse ich, dass mein Körper mich schon viel länger kennt als jeder Kalender und jede To-do-Liste. In meinen Muskeln, in meinem Atem, in der Art, wie ich die Schultern fallen lasse, steckt eine Geschichte von all den Wegen, die ich bereits gegangen bin.
Wenn ich innehalte, merke ich: Ich muss mich nicht neu erfinden, um „richtig“ zu sein. Ich darf mich daran erinnern, wie oft mein Körper mich schon durch Müdigkeit, Schmerz, Zweifel getragen hat – und dass darin Ressourcen liegen, die ich wiederfinden kann.
Vielleicht ist mein Anfang in diesem Jahr gar kein radikaler Neustart, sondern ein leises Wiederanknüpfen: an einen vertrauten Atemzug, eine alte Übung, einen Moment, in dem ich mich früher schon stark gefühlt habe. Wenn ich diese Spuren im Körper ernst nehme, muss ich weniger leisten und kann mehr vertrauen – darauf, dass vieles in mir längst auf dem Weg ist.