16/05/2026
1 von 3 Erwachsenen bewegt sich zu wenig.
Das klingt erstmal nach einer großen Statistik.
Aber eigentlich steckt dahinter eine ziemlich einfache Frage:
Wie viel Bewegung bekommt unser Alltag überhaupt noch ab?
Weltweit erreichen rund 31 % der Erwachsenen nicht das empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität. Das entspricht etwa 1,8 Milliarden Menschen. Seit 2010 ist dieser Anteil sogar um rund 5 Prozentpunkte gestiegen.
Und nein: Die Lösung ist nicht, dass jetzt alle sofort fünfmal pro Woche ins Fitnessstudio müssen.
Die WHO empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche – zum Beispiel zügiges Gehen, Radfahren oder lockeres Schwimmen. Alternativ können es auch 75 Minuten intensive Bewegung sein, etwa Joggen oder sportliches Radfahren.
Die wichtigste Botschaft dabei:
Jede Bewegung zählt.
Nicht nur Sport.
Auch der Spaziergang.
Die Treppe.
Das Rad zur Arbeit.
Die kurze Bewegungspause zwischen zwei Terminen.
Das Aufstehen nach längerem Sitzen.
Denn Bewegung ist kein Extra, das man irgendwann noch irgendwie unterbringen muss.
Sie ist eine Grundlage für Gesundheit.
Regelmäßige körperliche Aktivität senkt unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebserkrankungen. Außerdem wirkt sie sich positiv auf mentale Gesundheit, Schlaf und allgemeines Wohlbefinden aus. Menschen, die nicht ausreichend aktiv sind, haben laut WHO ein um 20–30 % erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu ausreichend aktiven Menschen.
Aber:
Der Einstieg muss nicht perfekt sein.
Vielleicht reichen heute schon:
5 Minuten gehen.
Ein Telefonat im Stehen.
Eine Runde um den Block.
Ein paar Treppenstufen mehr.
Oder einfach eine bewusste Sitzpause.
Nicht perfekt starten. Einfach öfter in Bewegung kommen.
Was wäre für dich heute die einfachste Möglichkeit, etwas mehr Bewegung in den Alltag zu bringen?
Quelle: WHO, 2024 / WHO-Leitlinien zu körperlicher Aktivität und sitzendem Verhalten