20/04/2026
„Es wäre unredlich, den Menschen in unserem Land nicht zu sagen, welche Folgen die vorgesehenen Sparmaßnahmen für die Patientenversorgung haben werden“, mahnt der Vorstand der KVT, Dr. Annette Rommel und Dr. Thomas Schröter.
🧾 Die Bundesregierung will die medizinische Versorgung der gesetzlich versicherten Bürgerinnen und Bürger zukünftig nicht mehr dem krankheitsbedingten Bedarf entsprechend fortentwickeln, sondern nach Kassenlage begrenzen. So geht es aus dem Entwurf des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes hervor. Die Aufwendungen für den medizinischen Fortschritt, für Vorsorgeuntersuchungen, Terminvermittlungen, Psychotherapie, ambulantes Operieren u. a. fachärztliche Leistungen sollen zukünftig gestoppt, abgesenkt oder ganz gestrichen werden. Dies wird sich auf die ärztliche Versorgung der Thüringer Bevölkerung spürbar auswirken.
📉 Die Kassenärztliche Vereinigung hat hochgerechnet, dass den Praxen und Medizinischen Versorgungszentren in Thüringen im Jahr 2027 mindestens 50 Millionen Euro durch das Gesetz entzogen werden.
🗓️ Dr. Rommel und Dr. Schröter warnen aufgrund des Sparkurses vor einem „unvermeidlichen Abbau von Kapazitäten ab dem kommenden Jahr“. Die Anliegen der Patienten werden stärker priorisert werden müssen. Wenn Termine knapper werden, verlängern sich Wartezeiten. Dies bedroht den sozialen Frieden. „Deshalb kämpfen wir mit allen politischen Mitteln gegen das Sparen an der Gesundheit“, erklärt der KVT-Vorstand.