25/12/2025
Wenn’s an den Feiertagen emotional kalt wird: Atmen hilft.
Kälte – und übrigens auch dysfunktionale Familienkonstellationen – aktivieren unser Stresssystem.
Das Nervensystem schaltet auf Überleben:
Der Sympathikus fährt hoch,
Noradrenalin steigt, Herz- und Atemfrequenz beschleunigen sich, die Amygdala scannt nach Gefahr.
Das ist nichts, was „falsch“ läuft.
Das ist Überleben.
Und gleichzeitig passiert etwas Entscheidendes:
Kältereize unter etwa 12 °C können adaptive Regulationsprozesse auslösen.
Nicht automatisch. Sondern in Verbindung mit bewusster Präsenz.
– Noradrenalin wirkt nicht nur aktivierend, sondern stimmungsstabilisierend
– Die mitochondriale Aktivität steigt → mehr verfügbare Zellenergie
– Entzündungsprozesse werden moduliert
– Die Fähigkeit des Nervensystems, zwischen Aktivierung und Ruhe zu wechseln, wird trainiert
Der Schlüssel dabei ist der Atem.
Langsame, kontrollierte Ausatmung stimuliert den Vagusnerv, senkt die Stressantwort und verschiebt das innere Erleben von Gefahr zu Bewältigung.
Neurobiologisch gesprochen:
Der präfrontale Kortex bleibt online.
Der Körper lernt:
Ich kann Intensität fühlen – und trotzdem sicher bleiben.
Das ist keine mentale Technik.
Das ist neuronales Umlernen.
Und genau deshalb wirkt es nicht nur im Wasser,
sondern im Alltag:
bei emotionalem Stress,
bei Triggern,
bei Überforderung.
Dein Nervensystem lernt Regulation.
Nicht Härte schafft Balance.
Regulation tut es.
Und Regulation beginnt im Atem. 🤍