04/05/2026
Montags-Impuls: Was hat Wahrnehmung mit Achtsamkeit zu tun?
Ich habe Euch in den vergangenen Wochen fünf wichtige Filter vorgestellt, die unsere Wahrnehmung und somit das innere Bild von der äußeren Welt formen und wirken lassen. Wir haben gelernt, dass Wahrnehmung eben nicht einfach ein neutrales Abbild der Wirklichkeit ist. Wir filtern, interpretieren und ordnen Situationen in bekannte Schubladen ein. Unser innerer Autopilot greift auf das zurück, was sich früher bewährt hat. So entstehen feste neuronale Muster, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.
Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass wir einen großen Teil unseres Lebens von solchen inneren Programmen gesteuert verbringen. Deshalb ist es sehr heilsam, unseren Gedanken mit einer gesunden Skepsis zu begegnen.
Hilfreiche Fragen dazu sind: „Ist das wirklich so?“ „Woher weiß ich das?“ „Ist das meine aktuelle Wahrheit – oder nur eine alte Geschichte?“
Besonders wertende Gedanken wirken oft sehr schnell auf unseren Körper. Sie können Anspannung, Wut, Abwehr oder Aggression auslösen, was nicht selten mit einer Erhöhung des Pulses, des Blutdrucks oder sogar mit Herzrasen einhergeht.
✔Achtsamkeit lässt uns bewusst aus Annahmen und Geschichten der Vergangenheit aussteigen und in den gegenwärtigen Moment zurückkehren.
Wenn wir achtsam sind, ist das „Innehalten“, das „Stoppen“ und das „Feststellen, was jetzt ist“ jederzeit aktivierbar.
📍Finde in dieser Woche Zeit, und vor allem auch zwischendurch im Trubel des Alltags, um zu stoppen, innezuhalten und Dich zu fragen:
„Was denke ich in diesem Augenblick?“ „Was fühle ich dabei?“ „Welche Körperempfindungen spüre ich?“
Versuche, alles, was Du nun wahrnimmst, wertfrei anzunehmen. Du kannst nicht immer die Situation ändern, wohl aber Deine Sichtweise darauf.
Viele neue Erfahrungen wünsche ich Dir dabei,
Deine Angela Gutting
Achtsamkeits- und Resilienztrainerin 🙋♀️🙏