20/11/2012
Cholecalciferol (Vitamin D) ist jetzt im Winterhalbjahr besonders wichtig: Warum???
Cholecalciferol = Vitamin D3
Da es im Körper mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV-B) in der Haut gebildet werden kann, ist der historische Begriff Vitamin der Definition nach nicht völlig zutreffend. In der Nahrung kommt es im Wesentlichen in Fettfischen vor oder wird den Lebensmitteln als Nahrungsergänzungsmittel zugefügt. Es hat im Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt.
Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Ein Vitamin-D-Mangel führt mittelfristig bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu weichen Knochen.
Das Vitamin-D-System hat aber außerdem in verschiedenen anderen Geweben wesentliche hormonelle Funktionen, welche die Zelldifferenzierung, die Hemmung der Zellproliferation, den Zelltod, die Immunmodulation und die Kontrolle anderer hormonaler Systeme umfassen.
Eine Unterversorgung mit Vitamin-D scheint nach bisherigen Untersuchungen ein Risikofaktor für viele Erkrankungen zu sein: Autoimmunkrankheiten ,Atemwegsinfekte, Bluthochdruck , Vitamin D und Calcium schützen vor Dickdarmkrebs. Es schützt bei einer Vielzahl weiterer Krebsarten, wie z. B. Brustkrebs, Leukämie, Nierenkrebs, Ovarialkarzinom, Pankreaskarzinom, sowie Karzinome des Halses, des Kopfes und des Oesophagus, bei Osteopenie und Osteoporose. Wirksam bei kardiovaskulären Erkrankungen, Metabolisches Syndrom , Muskelschwäche und –schmerzen, Demenz und Parkinson-Krankheit, Hirnleistungsstörung . Ferner ist das Vitamin-D-System wichtig für die Entwicklung und Funktion des Nerven- und Muskelsystems. Vitamin D3 wird aus historischen Gründen als Vitamin bezeichnet. Aufgrund seiner Synthese im Körper und der Tatsache, dass seine Wirkung andere Gewebe betrifft, müsste Vitamin D3 in aktivierter Form (Calcitriol) aber als Hormon bezeichnet werden.
Die mittel- bis längerfristige Vitamin-D-Versorgung eines Organismus lässt sich am besten im Blut als 25(OH)Vitamin D3 messen. Werte zwischen 30 und 70 ng/ml sind anzustreben, bei Vielen gerade im Winterhalbjahr in unseren Breitengraden ist hier ein Defizit feststellbar, das sich einfach korrigieren läßt
(Quellennachweise beim Verfasser).