04/09/2025
Zur Frage "Wellness oder Medizin: Was kann Osteopathie?" hat die ZEIT am 26.08.2025 einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.
Hier einige Zitate aus dem Text:
"... Viel wurde in der Breite geforscht, doch es gibt wenig gute Studien zu einem Thema, zu einem Beschwerdebild..... Immer wieder wird der Nachweis gefordert, dass osteopathische Methoden evidenzbasiert sind. Dies ist aber kaum möglich..... Punkte, die die Forschung erschweren: Osteopathinnen stimmen ihre Behandlung auf jeden Patienten individuell ab. Zwei Patienten mit ähnlichen Beschwerden werden von ein und demselben Osteopathen oft unterschiedlich behandelt. Weil etwa Nackenschmerzen aus Sicht der Osteopathie bei der einen Person von jahrelanger Lagerarbeit herrühren könnten, bei einer anderen von einer Depression. Das macht es schwierig bis unmöglich, einheitliche und vergleichbare Protokolle für Studien zu entwickeln..."
Ein Fazit der Diskussion:
"Würde die Osteopathie tatsächlich in die kassenärztliche Versorgung aufgenommen werden, würden die Osteopathinnen womöglich deutlich weniger Geld bekommen – und hätten entsprechend auch weniger Zeit für ihre Kundschaft. Zeit ist aber wahrscheinlich ein entscheidender Faktor. Zeit fürs Nachfragen, Zeit fürs Zuhören, Zeit für Zuwendung."
Die ca. 250 Kommentare spiegeln die Schwierigkeit und Widersprüchlichkeiten zu dem Thema.
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