Dr. Tanja Bernsau

Dr. Tanja Bernsau Was vom Leben übrig bleibt, sind Bilder und Geschichten. (Kunst-)Historische Beratung und Vermittlung

Manchmal stolperst du in deinen Recherchen über einen Namen – und hast erstmal keine Ahnung, warum er dir begegnet.So gi...
24/04/2026

Manchmal stolperst du in deinen Recherchen über einen Namen – und hast erstmal keine Ahnung, warum er dir begegnet.

So ging es mir mit Hellmut Lehmann-Haupt.

Ein Name in Edith Standens Tagebuch. Ohne dass ich eine Ahnung gehabt hätte, von wem sie spricht.

Und dann fängst du an zu graben.
Plötzlich merkst du: Genau hier liegt eine Antwort auf eine Frage, die dich schon lange begleitet. In meinem Fall ging es um den kulturellen Wiederaufbau nach 1945 – und warum Kunst darin oft erstaunlich vorsichtig eingesetzt wurde.

In meinem neuen Blogartikel zeige ich dir, warum dieser „zufällige Fund“ mehr ist als eine Fußnote der Geschichte – und was wir heute daraus lernen können. https://lnkd.in/djYKri8G

Neuerscheinung: Kriegsende und Neuanfang an Rhein und Main – Ein Blick auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und den demok...
21/04/2026

Neuerscheinung: Kriegsende und Neuanfang an Rhein und Main – Ein Blick auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und den demokratischen Wiederaufbau im Rhein‑Main‑Gebiet.

mehr dazu: https://wix.to/EFYAErJ

großartig!
16/04/2026

großartig!

Aus Berlin haben uns wirklich großartige Neuigkeiten erreicht: Der Studiengang Konservierung und Restaurierung/Grabungstechnik an der HTW Berlin bleibt erhalten!

Am Montag, dem 13. April, hat der Akademische Senat der HTW Berlin den Antrag des Fachbereichsrat FB5 zur Schließung des Studiengangs KRG abgelehnt. Damit ist klar: In Berlin geht es weiter! Der Studiengang nimmt auch zum Wintersemester 2026/27 wieder neue Studierende auf.

Wir sind positiv überrascht und sehr erleichtert!
Diese Entscheidung ist ein kleines Wunder und starkes Signal, gerade in Zeiten angespannter Haushalte und der Rücknahmen von Förderung und staatlichen Leistungen.

Ohne die überwältigende Unterstützung aus der gesamten Fachwelt wäre dies wohl kaum möglich gewesen. Der gemeinsame Protest aller Beteiligten hat sich also gelohnt. Im Verbund erreichen wir mehr!

Einige Einschnitte werden allerdings bleiben:
Aufgrund der angespannten Finanzsituation soll der Abbau von Personalstellen fortgesetzt werden. Durch das Aussetzen von Wiederbesetzungen wird es zu teils schmerzhaften Einschnitten kommen – auch wenn die Studienplätze vorerst nicht reduziert werden. Präsidium und Fachbereiche beraten derzeit, welche Stellen künftig nicht nachbesetzt werden können. Der begonnene Transformationsprozess im Fachgebiet wird daher weitergehen müssen.

Mehr Details sind die Pressemitteilung der HTW Berlin zu entnehmen: https://www.htw-berlin.de/index.php?id=16238
und unserer Website https://www.restauratoren.de/grosse-erleichterung-der-studiengang-an-der-htw-bleibt/

Bildnachweis: Studiengang KRG, HTW Berlin, Foto: Alexander-Rentsch

Als Europa lernte, anders zu essen — Ein kurzer Blick auf die Lebensmittel, die unsere Teller veränderten: Kartoffeln, M...
15/04/2026

Als Europa lernte, anders zu essen — Ein kurzer Blick auf die Lebensmittel, die unsere Teller veränderten: Kartoffeln, Mais, Schokolade, Chili und mehr. Entdecke, wie Kulturen und Handelswege Essgewohnheiten prägten. Weiterlesen: https://wix.to/ojEJyJa

Wenn wir heute auf unseren Tellern schauen, wirkt vieles selbstverständlich. Kartoffeln, Schokolade, Mais oder Chili gehören längst zur alltäglichen Ernährung. Sie sind so tief in unsere Esskultur eingeschrieben, dass ihr Ursprung kaum noch hinterfragt wird.

10/04/2026

Den Spurensuche Podcast findest du übrigens auch bei Spotify! https://open.spotify.com/show/2y6ivqpNBCkEWEqSX69FDg?si=b525ee1f7a7c4257

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=== Mehr zu mir und meiner Arbeit findest du hier ===
https://www.instagram.com/dr_kultur/
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https://substack.com/

Der wohl skurrilste „Einlagerungsgegenstand“, den ich je recherchiert habe?Vier Särge.Mitten zwischen geraubter Kunst.Im...
07/04/2026

Der wohl skurrilste „Einlagerungsgegenstand“, den ich je recherchiert habe?

Vier Särge.
Mitten zwischen geraubter Kunst.

Im Frühjahr 1945 landen im Central Collecting Point in Marburg nicht nur Gemälde, Bücher und Archive – sondern auch die sterblichen Überreste von Friedrich dem Großen, Friedrich Wilhelm I. und Paul von Hindenburg.

Gefunden in einem Salzbergwerk.
Versteckt zusammen mit Kunstschätzen.
Geborgen von den Monuments Men.

Und plötzlich steht ein Bildhauer wie Walker Hancock vor einer Aufgabe, auf die ihn nichts vorbereitet hat:
Wie geht man mit Toten um, die politisch aufgeladen sind?
Wo gehören sie hin?
Und wer entscheidet das – in einer Welt, die gerade erst wieder Ordnung sucht?

Diese Geschichte wirkt fast absurd.
Und genau deshalb zeigt sie etwas, das oft übersehen wird:

Kulturgutschutz endet nicht bei Kunst.
Er berührt Erinnerung, Macht und die Frage, wie wir Geschichte behandeln.

Ich habe darüber einen Blogartikel geschrieben (siehe Bio)

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Was macht ein Kunstwerk eigentlich schützenswert?In dieser Folge von „Spurensuche – Was vom Leben übrig bleibt“ geht es ...
27/03/2026

Was macht ein Kunstwerk eigentlich schützenswert?

In dieser Folge von „Spurensuche – Was vom Leben übrig bleibt“ geht es um eine Frage, die selten gestellt wird – und doch zentral ist, wenn wir über Geschichte sprechen.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs bargen die Männer und Frauen der Monuments, Fine Arts, and Archives Section tausende Kunstwerke aus Salzbergwerken, Depots und Verstecken. Werke, die wir heute als Meisterwerke kennen.

Doch was oft wie eine reine Rettungsgeschichte erzählt wird, ist auch eine Geschichte von Auswahl.

Was macht ein Kunstwerk eigentlich schützenswert?In dieser Folge von „Spurensuche – Was vom Leben übrig bleibt“ geht es um eine Frage, die selten gestellt wi...

Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten Kunsthistoriker, Juristen und Ermittler im Auftrag des Militärs im Verborgenen...
11/03/2026

Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten Kunsthistoriker, Juristen und Ermittler im Auftrag des Militärs im Verborgenen. Sie waren nicht an der Front, sondern in Archiven, Verhören und Depots aktiv. Die Art Looting Investigation Unit (ALIU) hatte die Aufgabe herauszufinden:

* Wer hatte Kunst geraubt?
* Auf welchen Wegen verschwanden die Werke aus Museen und Privatsammlungen?
* Wer trug die Verantwortung?

Diese Ermittler führten Verhöre, verglichen Aussagen und rekonstruierten Netzwerke des NS-Kunstraubs. Ihre Arbeit war leise, präzise und politisch hoch brisant.

Von dieser geheimdienstlichen Truppe handelt meine Publikation "Spione für den Kulturgüterschutz", die 2016 erschienen ist. Diese Publikation basiert auf akademischen Forschungen aus den Jahren 2015 und 2016.

== Die Relevanz des Kulturgutschutzes ==

Rund zehn Jahre später ist es an der Zeit, dieses Thema neu aufzugreifen. Die Forschungen haben sich weiterentwickelt, neue Quellen wurden erschlossen und frische Perspektiven sind entstanden. Die Geschichte der Art Looting Investigation Unit ist nun mehr als 80 Jahre alt. Dennoch bleibt das Thema Kulturgutschutz, insbesondere im Kontext bewaffneter Konflikte, Raub- und Beutekunst sowie die Rückführung geraubter Kunstwerke an ihre rechtmäßigen Eigentümer, so aktuell wie nie zuvor.

Kriegerische Auseinandersetzungen in Syrien oder der Ukraine zeigen, dass Kunstgüter im Krieg oft zerstört werden. Sei es als Kollateralschaden oder zur gezielten Demoralisierung des Gegners. Kunstwerke werden geraubt und erpresst. In Kriegszeiten werden sie zu wertvollen Waren im teuren Kriegsgeschäft.

== Die Entwicklung der Publikation ==

Was als Forschungsarbeit im universitären Umfeld begann, entwickelt sich zunehmend zu einem kulturpolitischen und gesellschaftlich relevanten Thema. Diese Neuauflage wird nicht mehr als reines Fachbuch erscheinen, sondern als Publikation, die für eine breitere Leserschaft verfasst wird. Das Thema interessiert auch außerhalb des akademischen Kontexts. Daher wird es in Kürze auch eine englische Übersetzung dieser Publikation geben.

Schreib mir eine kurze Nachricht, wenn du auf dem Laufenden bleiben magst!

Geboren im gleichen Jahr: Anne Frank am 12. Juni 1929, Martin Luther King am 15. Januar 1929.Hast du das gewusst?
10/03/2026

Geboren im gleichen Jahr:
Anne Frank am 12. Juni 1929, Martin Luther King am 15. Januar 1929.

Hast du das gewusst?

Was sind eigentlich diese CCPs, die zentralen Sammelstellen, von denen ich immer wieder spreche? Es handelt sich um Inst...
06/03/2026

Was sind eigentlich diese CCPs, die zentralen Sammelstellen, von denen ich immer wieder spreche? Es handelt sich um Institutionen, die von den Kunstschutzoffizieren der Monuments, Fine Arts & Archives Section, den Monuments Men, ins Leben gerufen wurden, als sie sich der Aufgabe widmeten, die in ganz Europa verstreuten Kunstwerke aus Museen, Raub- und Beutekunst der Nationalsozialisten und anderweitig in Sicherheit gebrachte Kunstgegenstände aus ihren Auslagerungsstätten zu bergen und an ihre rechtmäßige Eigentümer zurückzugeben. Dazu brauchte es geeignete Gebäude und auch Menpower, um dieser Aufgabe Herr zu werden.

Mehr zu den Central Collecting Points im aktuellen Blogbeitrag: https://www.historica-cultural-services.com/post/die-central-collecting-points

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Breithardter Weg 34
Wiesbaden
65232

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