17/04/2026
Die geplante Erhöhung des Apothekenabschlags verschärft den wirtschaftlichen Druck auf Apotheken.
Im Referentenentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes plant die Bundesregierung, den Apothekenabschlag von 1,77 Euro auf 2,07 Euro pro verschreibungspflichtigem Medikament zu erhöhen.
Zur Einordnung: Der Kassenabschlag ist der Betrag, den Apotheken pro Abgabe an die Krankenkassen abführen müssen.
„Vor dem Hintergrund der jüngsten Proteste, mit denen die Apothekerschaft bundesweit auf ihre wirtschaftliche Situation aufmerksam gemacht hat, ist es umso weniger nachvollziehbar, dass mit der geplanten Erhöhung des Apothekenabschlags nun eine zusätzliche Belastung vorgesehen ist. So kann eine wirtschaftliche Stärkung der Apotheken nicht gelingen. Und eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung braucht starke Apotheken. Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, die geplante Maßnahme im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu überprüfen und zu streichen“, sagt Cathrin Burs, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen.
📉 Die Zahl der Apotheken in Niedersachsen ist seit 2009 um 493 zurückgegangen
Das hat konkrete Folgen: Die Versorgung vor Ort nimmt ab, die Arbeitsbelastung für die Teams steigt und Versorgungslücken werden größer.
Wir fordern die Bundesregierung auf:
👉 Die Erhöhung des Kassenabschlags zu streichen.
👉 Die zugesagte Honorarverbesserung umzusetzen.
Eine verlässliche Versorgung braucht stabile Rahmenbedingungen.
💬 Wie erlebt ihr die aktuelle Situation in eurem Arbeitsalltag?
Teilt eure Einschätzung gerne in den Kommentaren.
📸 ABDA / Montage: Apothekerkammer Nds.