12/04/2026
Am 11. April wird weltweit der Befreiung der Häftlinge in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern gedacht.
Was oft vergessen wird:
Auch homosexuelle Männer* wurden systematisch verfolgt, inhaftiert und ermordet.
Unter §175 wurden tausende Männer* verurteilt. Viele von ihnen wurden in Konzentrationslager deportiert, gekennzeichnet mit dem rosa Winkel. Dort waren sie Gewalt, Misshandlungen und unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt.
Und selbst nach der Befreiung endete das Leid für viele nicht.
Der §175 blieb in Deutschland noch jahrzehntelang bestehen.
Überlebende wurden weiterhin kriminalisiert und nicht als Opfer anerkannt.
Diese Geschichte ist Teil unserer Community.
Und sie wirkt bis heute nach.
Sie erklärt, warum Scham, Angst und Unsichtbarkeit über Generationen weitergegeben wurden.
Warum es für viele lange sicherer war, nicht aufzufallen.
Nicht „zu viel“ zu sein.
Heute offen leben zu können,
über Sexualität zu sprechen,
Zugang zu Aufklärung und Gesundheitsangeboten zu haben –
das ist nicht selbstverständlich.
Es ist das Ergebnis von Geschichte, Widerstand und Veränderung.
Erinnern heißt nicht nur zurückzuschauen.
Sondern auch zu verstehen, warum es wichtig bleibt, füreinander einzustehen.