14/01/2026
Aus Angst wird Ausgrenzung – aus Erinnerung Verantwortung
Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, findet in unserem ZfP eine Vortrags- und Gedenkveranstaltung statt. Sie erinnert an die Verbrechen der NS-Zeit – und an die eigene Geschichte des Hauses.
Der Vortrag „Aus Angst wird Ausgrenzung – aus Erinnerung Verantwortung“ von Andreas Raether, Chefarzt der Klinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie sowie Mitglied des Klinischen Ethik-Komitees, widmet sich den psychologischen Mechanismen von Angst, Abwertung und Ausgrenzung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Angst vor dem Fremden entsteht, welche Dynamiken Ausgrenzung begünstigen und warum Erinnerung eine zentrale Voraussetzung für eine wachsame und menschenwürdige Gesellschaft ist.
Psychisch kranke und behinderte Menschen gehörten zu den ersten Opfern der nationalsozialistischen Ideologie der sogenannten „ökonomischen Nützlichkeit“. Auch die damalige Heilanstalt Winnental – das heutige ZfP Winnenden – ist Teil dieser Geschichte: 396 Patient*innen - als „lebensunwert“ diffamiert - wurden 1940 und 1941 in den Tötungsanstalten Grafeneck und Hadamar ermordet.
Unser ZfP versteht Erinnerung nicht als abgeschlossenen Rückblick, sondern als fortdauernde Aufgabe, wachsam zu bleiben gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und jeder Form der Entmenschlichung – im gesellschaftlichen Diskurs ebenso wie im Alltag.
🕚 11:00 Uhr, ZfP-Andachtssaal (Einlass ab 10:30 Uhr)
🎤 Begrüßung: Bernd Czerny, Kaufmännischer Direktor
🎤 Vortrag: „Aus Angst wird Ausgrenzung – aus Erinnerung Verantwortung“
🕯️ Im Anschluss: gemeinsame Kranzniederlegung am Mahnmal im ZfP-Schlosspark
🎵 Musikalische Begleitung: Georg Hampel, Musiktherapeut
🎟️ Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich
♿ Barrierehinweis: Der Andachtssaal befindet sich im 2. Obergeschoss des Schlossgebäudes. Treffpunkt für gehbeeinträchtigte Personen ist der Schlosstorbogen am Haupteingang; von dort erfolgt eine Begleitung über den Aufzug.
Erinnerung verpflichtet. Jetzt.