07/01/2026
Guck mal!
Ein Electuarium ist eine historische Darreichungsform aus der Kloster- und Apothekenkunde.
Ausgewählte (also keine „wilde Mischung“) fein zermahlene Pflanzenteile werden mit Honig oder Sirup verrührt, um sie haltbar, dosierbar und angenehm einnehmbar zu machen.
Ein echter Vorteil wenn jemand (wie damals meine Uroma) nicht mehr gut schlucken kann oder sich sehr schnell, z.B. an einem Bonbon, verschluckt oder es in die Luftröhre bekommt.
Mein Rezeptvorschlag:
Tannenpuder als Electuarium:
1 Esslöffel Tannenpuder
3 Esslöffel Honig / Sirup
Beides sehr gut miteinander verrühren und in ein verschließbares Glas geben.
1 Teelöffel davon gelegentlich auf der Zunge zergehen lassen… mmmmhhhh. Feines Wald-Aroma. (Schmeckt übrigens auch lecker im warmen Tee)
Ich persönlich kenne es aus meiner Kindheit. Da hat meine Oma es mit Thymian hergestellt und wir Kinder bekamen einen in den Honig getauchten Eierlöffel zum abschlecken.
Sorgfältig gemacht und gut verschlossen hält ein Electuarium auf Honigbasis über mehrere Monate.