30/05/2026
đ§ Welt-MS-Tag | 30. Mai
Multiple Sklerose betrifft das zentrale Nervensystem â und oft den gesamten Alltag der Betroffenen. Symptome wie Spastik, chronische Schmerzen, Schlafstörungen oder MuskelkrĂ€mpfe können die LebensqualitĂ€t erheblich einschrĂ€nken. đâĄ
Cannabinoidbasierte Therapien werden deshalb zunehmend als ergĂ€nzende Behandlungsoption erforscht. đż
đŹ Aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung:
Cannabidiol (CBD) zeigt neuroprotektive Eigenschaften und könnte durch seine Wirkung auf bestimmte Rezeptoren des Nervensystems therapeutisches Potenzial bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose entfalten (de Fatima Dos Santos Sampaio et al., 2024).
Eine systematische Ăbersichtsarbeit und Metaanalyse zeigte, dass Nabiximols (ein THC-/CBD-ausgeglichener Extrakt) Spastik bei MS wirksam lindern kann â insbesondere bei Patient:innen, die auf Standardtherapien nicht ausreichend ansprechen (Kleiner et al., 2023).
Hinweise deuten auĂerdem darauf hin, dass cannabinoidbasierte Therapien bei MS-assoziierten Schmerzen und Schlafstörungen unterstĂŒtzen und möglicherweise den Bedarf an Opioiden reduzieren könnten (Primrose, 2026). đ€
âïž Gleichzeitig gilt:
Die Wirkung kann individuell unterschiedlich ausfallen. Nebenwirkungen wie MĂŒdigkeit oder Schwindel sind möglich und sollten Ă€rztlich begleitet werden.
đĄ Medizinalcannabis ist kein Ersatz fĂŒr etablierte MS-Therapien â kann aber fĂŒr manche Betroffene eine ergĂ€nzende Option zur Symptomkontrolle und Verbesserung der LebensqualitĂ€t darstellen.