Dr. Sandra Ibrahim - Kinderärztin und IBCLC

Dr. Sandra Ibrahim - Kinderärztin und IBCLC Kinderärztin und Internationale Board-zertifizierte Still- und Laktationsberaterin (IBCLC)

11/03/2026

🔄 Der Teufelskreis des Zufütterns: Warum „nur ein Fläschchen“ oft eine Spirale startet.

Kennst du diesen Moment? Die Nacht ist lang, das Baby weint an der Brust, die Sorge wächst: „Reicht meine Milch überhaupt noch?“

Der Griff zum Fläschchen ist in diesem Augenblick ein Akt der puren Fürsorge. Du willst einfach, dass dein Baby satt und zufrieden ist.

Doch genau hier beginnt oft ein biologischer Kreislauf, den viele Eltern unterschätzen:

1️⃣ Das Zufüttern: Das Baby ist schnell satt und schläft länger.

2️⃣ Die fehlende Nachfrage: Deine Brust erhält nicht das Signal, neue Milch zu bilden.

3️⃣ Die Anpassung: Dein Körper drosselt die Produktion, weil er denkt, der Bedarf sei gesunken.

4️⃣ Die Verunsicherung: Beim nächsten Anlegen scheint die Milch erst recht nicht zu reichen und das nächste Fläschchen wird zur (scheinbaren) Notwendigkeit.

Als Kinderärztin UND IBCLC sehe ich beide Seiten:
Ich weiß, wie wichtig das Gedeihen deines Kindes ist (medizinische Sicherheit) und ich weiß, wie die Laktation funktioniert (biologische Logik). 🩺✨

Mein wichtigster Rat an dich:

Zufüttern ist kein Versagen. Es ist ein medizinisches Tool, das man gezielt einsetzen kann. Aber damit es nicht zur Einbahnstraße wird, brauchst du keinen Druck, sondern einen Plan, der beides schützt: Dein Baby UND deine Stillbeziehung.

Du musst diesen Weg nicht alleine navigieren. Wenn du das Gefühl hast, in dieser Spirale festzustecken, hol dir frühzeitig fachliche Unterstützung. Es gibt fast immer einen Weg zurück zum (Voll-)Stillen, wenn das dein Ziel ist.

Wie hast du den Start deiner Stillreise erlebt? Gab es diesen Moment der Verunsicherung bei dir auch? Schreib es mir in die Kommentare. 👇

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11/03/2026

Wenn aus „nur mal kurz helfen“ ein Kreislauf wird... ⚠️

In meiner Praxis sehe ich es fast täglich: Die tiefe Verunsicherung, wenn das Baby weint, die Brust sich „leer“ anfühlt oder das Gewicht stagniert. Der Griff zum Fläschchen ist dann oft kein bewusster Abstieg vom Stillen, sondern ein Akt der Fürsorge. Man will einfach, dass das Kind satt und zufrieden ist. Das beginnt häufig sogar schon im Krankenhaus auf das Anraten medizinischen Personals.

Aber genau hier beginnt oft der Teufelskreis, den wir in der Fachsprache gut kennen:

Wird zugefüttert, sinkt die Nachfrage an der Brust. Der Körper erhält das Signal, die Produktion zu drosseln und plötzlich scheint die Sorge, „nicht genug Milch zu haben“, zur Realität zu werden. 🔄

Als Kinderärztin und Stillberaterin (IBCLC) kenne ich beide Seiten: die medizinische Notwendigkeit, auf das Gedeihen des Babys zu achten, und die biologischen Feinheiten der Laktation.

Mir ist wichtig, dass du weißt: Zufüttern ist kein Versagen. Es ist ein Werkzeug. Doch damit es nicht zur Einbahnstraße wird, braucht es einen Plan, der Physiologie und Mutterglück vereint.

Du musst diesen Weg nicht alleine navigieren. Es gibt Wege aus der Zufütter-Spirale, zurück zu mehr Stillvertrauen und das ganz ohne Druck, dafür mit fundiertem Wissen.

Wenn du mehr darüber wissen willst folge

13/02/2026

Warum dein Kinderarzt dir (vielleicht) zu früh zum Zufüttern rät. 🍼

Es ist kein böser Wille und auch keine geheime Kooperation mit der Industrie.

Die Wahrheit ist oft simpler, aber nicht weniger problematisch:

Mangelndes Wissen.

In der medizinischen Ausbildung spielt das Thema Stillmanagement oft nur eine untergeordnete Rolle. Viele Ratschläge basieren auf veralteten Lehrbüchern oder persönlichen Erfahrungswerten statt auf aktueller Stillforschung.

Wenn die Gewichtskurve mal stagniert, wird deshalb oft zur Flasche gegriffen, statt die Stilltechnik zu optimieren. Das Ergebnis? Eine vorschnelle Entscheidung, die den Stillprozess ungewollt stören kann.

Wurde dir auch schon mal zum Zufüttern geraten, obwohl du eigentlich voll stillen wolltest? 👇

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30/01/2026

Zeit ist nicht gleich Menge ⏳🤱

„Aber mein Baby ist doch ständig an der Brust?!“

Diesen Satz höre ich so oft von verzweifelten Mamas, deren Babys trotzdem nicht zunehmen. Das Problem? Dauernuckeln ist kein Trinken.

Im Video siehst du es ganz deutlich:

Anfangs (die ersten paar Sekunden) verbraucht das Baby nur Energie. Es nuckelt flach und schnell. Viele Mamas denken hier, das Baby würde bereits trinken.

Doch erst danach folgt der Wechsel zu den tiefen, kräftigen Schlucken (hier mit dem roten Pfeil angedeutet), die wirklich satt machen.

Das Problem: Wenn ein Baby zu schwach ist oder die Technik nicht stimmt, bleibt es oft beim Nuckeln hängen. Das Ergebnis? Es verliert Gewicht, obwohl es gefühlt „den ganzen Tag stillt“.

Woran du erkennst, dass dein Baby WIRKLICH trinkt:

• Tiefer Kiefer: Das Kinn senkt sich weit ab und verweilt kurz unten (die „Pause“ im Saugzyklus).

• Hörbares Schlucken: Ein leises, rhythmisches Geräusch.

• Wangenform: Die Wangen bleiben rund und ziehen sich nicht nach innen ein.

Hör nicht auf die Uhr, sondern schau auf dein Baby! 🧐

💾 Speichere dir dieses Video, um später darauf zurückzukommen

📍Folge für mehr solcher Infos

27/01/2026

„Bonding ist kein Luxus, sondern ein biologisches Bedürfnis. 🤱✨ Direkt nach der Geburt gehört ein Kind in die Arme seiner Mutter. Haut-zu-Haut-Kontakt reguliert die Atmung, den Herzschlag und den Hormonhaushalt von beiden. Es ist der magische Moment, in dem aus ‚Du und Ich‘ ein ‚Wir‘ wird.“ Für mehr Infos: folge

23/01/2026

Bevor du zur Flasche greifst, weil die Waage im Krankenhaus Alarm schlägt, verstehe bitte die Hintergründe:

🔴1. Das „Infusions-Gewicht“
Viele Babys kommen mit einem „künstlich“ hohen Geburtsgewicht zur Welt, weil die Mutter unter der Geburt Infusionen (IV-Flüssigkeit) erhalten hat. Das Baby scheidet diese überschüssige Flüssigkeit in den ersten 24 Stunden aus. Der Gewichtsverlust ist dann kein Fett- oder Muskelverlust, sondern schlicht das Ausschwemmen von Ödemen.

🔴2. Die magische 10 %-Grenze ist willkürlich
Es gibt kein biologisches Gesetz, das besagt, dass ein Baby bei 10 % Gewichtsverlust sofort Pre-Nahrung benötigt. Wir müssen das Baby anschauen, nicht nur die Zahl!
• Trinkt das Baby effektiv? (Achte auf die Pause im Kinn beim Saugen!)
• Ist es wach und aufmerksam?
• Wie viele nasse Windeln hat es?

🔴3. Zufüttern löst das Problem nicht
Wenn ein Baby tatsächlich zu viel verliert, liegt das meistens an einer schlechten Anlegetechnik. Das Baby bekommt die vorhandene Milch einfach nicht aus der Brust. Wenn wir nun eine Flasche geben, lernt das Baby immer noch nicht, effektiv an der Brust zu trinken und die Brust bekommt nicht das Signal, mehr Milch zu bilden.

🔴4. Die Lösung ist nicht die Flasche, sondern die Brustentleerung
Wenn das Baby wirklich mehr Energie braucht:
• Optimiere das Anlegen (Asymmetrisches Anlegen).
• Nutze Brustkompressionen, um den Transfer von Kolostrum zu maximieren.
• Wenn Zufüttern medizinisch nötig ist, dann vorzugsweise mit ausgestrichenem Kolostrum und über alternative Methoden (z. B. Becher oder Brusternährungsset), um die Saugverwirrung zu vermeiden.

🚨Merke: Ein Baby verliert kein Gewicht, weil die Mutter „zu wenig Milch“ hat, sondern meistens, weil es (noch) nicht effizient an die Milch herankommt.

Lass dich nicht durch eine Tabelle verunsichern. Schau dein Baby an, nicht die Waage.

Speichere dir dieses Reel für deinen Krankenhausaufenthalt.

Für mehr Infos folge

23/01/2026

⚖️ Die Angst vor der Waage:

Warum Gewichtsverlust nach der Geburt oft falsch verstanden wird:

„Ihr Baby hat 7 % verloren, wir müssen zufüttern.“ Dieser Satz zerstört jeden Tag tausende Stillbeziehungen, noch bevor sie richtig begonnen haben.

Bevor du zur Flasche greifst, verstehe bitte die Hintergründe:

🔴1. Das „Infusions-Gewicht“
Viele Babys kommen mit einem „künstlich“ hohen Geburtsgewicht zur Welt, weil die Mutter unter der Geburt Infusionen erhalten hat. Das Baby scheidet diese überschüssige Flüssigkeit in den ersten 24 Stunden aus. Der Gewichtsverlust ist dann kein Fett- oder Muskelverlust, sondern schlicht das Ausschwemmen von Ödemen.

🔴2. Die magische 10 %-Grenze ist willkürlich
Es gibt kein biologisches Gesetz, das besagt, dass ein Baby bei 10 % Gewichtsverlust sofort Pre-Nahrung benötigt. Wir müssen das Baby anschauen, nicht nur die Zahl!
• Trinkt das Baby effektiv?
• Ist es wach und aufmerksam?
• Wie viele nasse Windeln hat es?

🔴3. Zufüttern löst das Problem nicht
Wenn ein Baby tatsächlich zu viel verliert, liegt das meistens an einer schlechten Anlegetechnik. Das Baby bekommt die vorhandene Milch einfach nicht aus der Brust. Wenn wir nun eine Flasche geben, lernt das Baby immer noch nicht, effektiv an der Brust zu trinken und die Brust bekommt nicht das Signal, mehr Milch zu bilden.

🔴4. Die Lösung ist nicht die Flasche, sondern die Brustentleerung
Wenn das Baby wirklich mehr Energie braucht:
• Optimiere das Anlegen (Asymmetrisches Anlegen).
• Nutze Brustkompressionen, um den Transfer von Kolostrum zu maximieren.
• Wenn Zufüttern medizinisch nötig ist, dann vorzugsweise mit ausgestrichenem Kolostrum und über alternative Methoden (z. B. Becher oder Brusternährungsset), um die Saugverwirrung zu vermeiden.

🚨Merke: Ein Baby verliert kein Gewicht, weil die Mutter „zu wenig Milch“ hat, sondern meistens, weil es (noch) nicht effizient an die Milch herankommt.

Lass dich nicht durch eine Tabelle verunsichern. Schau dein Baby an, nicht die Waage.

Speichere dir dieses Reel für deinen Krankenhausaufenthalt.

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22/01/2026

Zufüttern weil das Gewicht nach der Geburt sinkt? Stopp!

⚖️ Die Angst vor der Waage:

„Ihr Baby hat 7 % verloren, wir müssen zufüttern.“ Dieser Satz zerstört jeden Tag tausende Stillbeziehungen, noch bevor sie richtig begonnen haben.

Bevor du zur Flasche greifst, weil die Waage im Krankenhaus Alarm schlägt, verstehe die Hintergründe:

🔴1. Das „Infusions-Gewicht“
Viele Babys kommen mit einem „künstlich“ hohen Geburtsgewicht zur Welt, weil die Mutter unter der Geburt Infusionen erhalten hat. Das Baby scheidet diese überschüssige Flüssigkeit in den ersten 24 Stunden aus. Der Gewichtsverlust ist dann kein Fett- oder Muskelverlust, sondern schlicht das Ausschwemmen von Ödemen.

🔴2. Die magische 10 %-Grenze ist willkürlich
Es gibt kein biologisches Gesetz, das besagt, dass ein Baby bei 10 % Gewichtsverlust sofort Pre-Nahrung benötigt. Wir müssen das Baby anschauen, nicht nur die Zahl!
• Trinkt das Baby effektiv?
• Ist es wach und aufmerksam?
• Wie viele nasse Windeln hat es?

🔴3. Zufüttern löst das Problem nicht
Wenn ein Baby tatsächlich zu viel verliert, liegt das meistens an einer schlechten Anlegetechnik. Das Baby bekommt die vorhandene Milch einfach nicht aus der Brust. Wenn wir nun eine Flasche geben, lernt das Baby immer noch nicht, effektiv an der Brust zu trinken und die Brust bekommt nicht das Signal, mehr Milch zu bilden.

🔴4. Die Lösung ist nicht die Flasche, sondern die Brustentleerung
Wenn das Baby wirklich mehr Energie braucht:
• Optimiere das Anlegen.
• Nutze Brustkompressionen, um den Transfer von Kolostrum zu maximieren.
• Wenn Zufüttern medizinisch nötig ist, dann vorzugsweise mit ausgestrichenem Kolostrum und über alternative Methoden (z. B. Becher oder Brusternährungsset), um die Saugverwirrung zu vermeiden.

🚨Merke: Ein Baby verliert kein Gewicht, weil die Mutter „zu wenig Milch“ hat, sondern meistens, weil es (noch) nicht effizient an die Milch herankommt.

Lass dich nicht durch eine Tabelle verunsichern. Schau dein Baby an, nicht die Waage.

Speichere dir dieses Reel für deinen Krankenhausaufenthalt.

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22/01/2026

In Krankenhäusern wird das Gewicht oft wie ein Damoklesschwert über die junge Mutter gehalten. Aber Zahlen allein sagen wenig aus.

⚖️ Die Angst vor der Waage:

„Ihr Baby hat 7 % verloren, wir müssen zufüttern.“ Dieser Satz zerstört jeden Tag tausende Stillbeziehungen, noch bevor sie richtig begonnen haben.

Bevor du zur Flasche greifst, weil die Waage im Krankenhaus Alarm schlägt, verstehe die Hintergründe:

🔴1. Das „Infusions-Gewicht“
Viele Babys kommen mit einem „künstlich“ hohen Geburtsgewicht zur Welt, weil die Mutter unter der Geburt Infusionen erhalten hat. Das Baby scheidet diese überschüssige Flüssigkeit in den ersten 24 Stunden aus. Der Gewichtsverlust ist dann kein Fett- oder Muskelverlust, sondern schlicht das Ausschwemmen von Ödemen.

🔴2. Die magische 10 %-Grenze ist willkürlich
Es gibt kein biologisches Gesetz, das besagt, dass ein Baby bei 10 % Gewichtsverlust sofort Pre-Nahrung benötigt. Wir müssen das Baby anschauen, nicht nur die Zahl!
• Trinkt das Baby effektiv?
• Ist es wach und aufmerksam?
• Wie viele nasse Windeln hat es?

🔴3. Zufüttern löst das Problem nicht
Wenn ein Baby tatsächlich zu viel verliert, liegt das meistens an einer schlechten Anlegetechnik. Das Baby bekommt die vorhandene Milch einfach nicht aus der Brust. Wenn wir nun eine Flasche geben, lernt das Baby immer noch nicht, effektiv an der Brust zu trinken und die Brust bekommt nicht das Signal, mehr Milch zu bilden.

🔴4. Die Lösung ist nicht die Flasche, sondern die Brustentleerung
Wenn das Baby wirklich mehr Energie braucht:
• Optimiere das Anlegen.
• Nutze Brustkompressionen, um den Transfer von Kolostrum zu maximieren.
• Wenn Zufüttern medizinisch nötig ist, dann vorzugsweise mit ausgestrichenem Kolostrum und über alternative Methoden (z. B. Becher oder Brusternährungsset), um die Saugverwirrung zu vermeiden.

🚨Merke: Ein Baby verliert kein Gewicht, weil die Mutter „zu wenig Milch“ hat, sondern meistens, weil es (noch) nicht effizient an die Milch herankommt.

Lass dich nicht durch eine Tabelle verunsichern. Schau dein Baby an, nicht die Waage.

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19/01/2026

Warum deine Milchmenge wirklich zurückgeht (und es ist nicht deine Schuld!) 🛑

„Ich hab nicht genug Milch.“
Dieser Satz bricht mir das Herz, weil er so oft auf einem Missverständnis basiert.

Der größte Fehler, den viele machen? Das Zufüttern der „Sicherheits-Flasche“. 🍼

Es beginnt oft schleichend: Das Baby weint, die Brust fühlt sich weich an, und man denkt: „Da kommt nichts mehr.“ Also gibt man ein Fläschen Pre-Nahrung. Das Baby schläft tief und fest. Ein Erfolg? Leider nein.

Was passiert im Körper?
Deine Brust lernt: „Oh, das Baby braucht diese Portion nicht von mir.“ Die Produktion fährt genau um diese Menge zurück. Ein Teufelskreis beginnt. 📉

Die Lösung:
Vertraue dem Clusterfeeding! Wenn dein Baby ständig an die Brust will, bestellt es gerade die Milch für morgen. Es ist kein Zeichen von zu wenig Milch, sondern der natürliche Weg, die Produktion anzukurbeln.

Halte durch, Mama. Dein Körper und dein Baby sind ein Team. ✨

Brauchst du mehr Infos zu diesem Thema? Folge

18/01/2026

👅 *3 Mythen zum Zungenband, die wir endlich begraben müssen:*

In meiner jahrelangen Arbeit mit stillenden Müttern höre ich immer wieder dieselben Fehlbehauptungen. Diese Mythen führen dazu, dass Mütter verzweifeln und zu früh abstillen, weil ihnen nicht korrekt geholfen wird.

*Hier ist die Realität:*

*Mythos 1: „Das Baby kann die Zunge rausstrecken, also ist da kein Problem.“*

Falsch. Stillen ist kein „Zunge-Rausstreck-Wettbewerb“. Damit ein Baby effektiv an der Brust trinken kann, muss sich der hintere Teil der Zunge anheben können, um ein Vakuum zu erzeugen und die Brust zu massieren. Ein Baby kann die Zungenspitze weit herausstrecken und trotzdem ein posteriores (hinteres) Zungenband haben, das die korrekte Aufwärtsbewegung blockiert. Die Funktion zählt, nicht die Optik!

*Mythos 2: „Ein zu kurzes Zungenband verursacht immer Schmerzen.“*

Falsch. Ja, Schmerzen sind ein häufiges Symptom, aber sie sind nicht obligatorisch. Ich sehe viele Babys, die die Brust „effizient genug“ greifen, um die Mutter nicht zu verletzen, aber sie können nicht genug Milch transferieren. Die Folge? Das Baby nimmt schlecht zu, die Milchmenge der Mutter geht zurück oder das Baby ist ständig unruhig an der Brust. Keine Schmerzen bedeuten nicht automatisch, dass alles in Ordnung ist.

*Mythos 3: „Einfach kurz schnippen und alles ist gut.“*

Falsch. Die Frenotomie (das Lösen des Bandes) ist oft ein notwendiger Schritt, aber sie ist kein Zauberstab. Ein Baby, das monatelang im Mutterleib und nach der Geburt mit einer Bewegungseinschränkung kompensiert hat, muss erst lernen, die Zunge richtig zu benutzen. Ohne eine gute Stillberatung (um das korrekte Anlegen zu optimieren) und oft auch körpertherapeutische Unterstützung ist der Eingriff nur die halbe Miete.

Mein Rat: Wenn das Stillen nicht funktioniert, lass dich nicht mit „Das verwächst sich“ abspeisen. Such dir jemanden, der die orale Funktion wirklich beurteilen kann. Stillen sollte eine Freude sein, keine Qual.

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