02/01/2026
Eine Neujahrsbotschaft
Zu Beginn dieses neuen Jahres möchte ich allen Menschen auf dieser Welt meine besten Wünsche senden.
Mögen Frieden, Zuversicht und Mitgefühl uns begleiten – gerade in einer Zeit, die von tiefgreifendem Wandel geprägt ist.
Zeiten des Umbruchs fordern uns heraus. Sie bringen Unsicherheit mit sich, aber auch die stille Einladung, innezuhalten und uns zu erinnern, was uns als Menschen verbindet.
Meine eigene Erfahrung hat mich gelehrt, dass es in solchen Momenten besonders wichtig ist, nicht auf das Negative zu reagieren.
Hass, Neid und Missgunst sind Kräfte, die trennen. Und oft merken wir erst zu spät, wie leicht wir uns von ihnen in ein Spiel hineinziehen lassen, das niemand gewinnen kann.
Mein Leben war lange von genau diesen Kräften geprägt.
Von Ablehnung. Von Verletzungen. Von Erfahrungen, die man keinem Menschen wünscht – schon gar nicht durch jene, die einem nahestehen.
Über vieles davon kann und will ich nicht öffentlich sprechen. Doch eines weiß ich heute mit Gewissheit: Es gab ein Ziel. Und dieses Ziel war nicht das Gute.
Was mich bewahrt hat, war etwas sehr Stilles.
Schon als Kind war ich ein Träumer. Meine Vorstellungskraft war grenzenlos.
Ohne sie hätte ich vieles nicht überlebt – und ich wäre heute nicht hier, um diese Worte zu schreiben.
Irgendwann stellte ich mir eine Frage, die mein Leben veränderte:
Willst du so weiterleben?
Dich erniedrigen lassen. Dich ausnutzen lassen. Dich selbst verlieren.
Ich erkannte, dass ich Hilfe brauchte.
Und dass es eine Stärke ist, sie anzunehmen.
In dieser Offenheit begegnete ich etwas, das mich bis heute trägt.
Heute weiß ich: Gott ist real. Nicht, weil man ihn sehen kann, sondern weil ich seine Führung in den dunkelsten Stunden meines Lebens gespürt habe.
In Zeiten der Angst. In Zeiten des Verlustes. In Momenten, in denen das Leben selbst fragil schien.
Es gab eine Nacht, in der der Schmerz kaum mehr zu ertragen war.
Eine Nacht, in der mein Herz weinte und ich um Hilfe bat – aufrichtig, ohne Forderung, nur mit dem Wunsch zu überleben.
Und Hilfe kam. Still, klar, ohne Zögern.
Mit den Jahren haben mich diese Erfahrungen reifer gemacht. Und vielleicht auch weiser.
Heute weiß ich: Das größte Glück liegt nicht im Äußeren, sondern darin, in Frieden leben zu dürfen.
Menschen um sich zu haben, die einen achten.
Und den Mut zu besitzen, sich zurückzuziehen, wenn es notwendig ist, um die eigene Würde zu bewahren.
Warum sind wir hier?
Nicht, um einander zu verletzen.
Sondern um einander beizustehen.
Um der Seele Raum zu geben, sich zu entfalten.
Um Akzeptanz zu leben – und Solidarität.
Jeder Mensch verdient es, gesehen und gehört zu werden.
Im kommenden Jahr werde ich – durch meine Arbeit, meine Projekte und meine Entscheidungen – dem folgen, was mir mein Herz vorgibt. Nicht alles muss öffentlich sein, um wirksam zu sein.
Ein Teil meiner Aufgabe wird es sein, meine Geschichte zu erzählen. Nicht aus Klage, sondern als Zeichen dafür, dass selbst aus großer Dunkelheit neues Licht entstehen kann.
Es gab Zeiten, in denen ich nicht wusste, ob ich bleiben möchte.
Heute weiß ich: Das Leben selbst ist ein Geschenk.
Besonders schmerzlich ist es, wenn Menschen glauben, sie könnten über das Leben eines anderen verfügen – als stünde ihnen eine Macht zu, die keinem Menschen zusteht.
Doch Verantwortung lässt sich nicht umgehen. Und jede Handlung trägt ihre eigene Konsequenz.
Wir sind nicht hier, um Existenzen zu zerstören.
Wir sind hier, um zu bewahren.
Darum sende ich zu Beginn dieses Jahres meinen stillen Segen an all jene, die noch suchen, die zweifeln, die müde geworden sind.
Bitte gebt nicht auf.
Es gibt eine Kraft, die trägt – auch dann, wenn wir sie nicht sehen.
Ich habe lange geglaubt, Liebe nicht zu kennen.
Bis zu jenem Moment, in dem ich um Hilfe bat und eine Wärme spürte, die sich nicht erklären lässt.
Mit ihr kamen Frieden. Hoffnung. Vertrauen.
Mein Reichtum heute ist dieser Frieden.
Die Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen.
Und mit offenem Herzen in die Welt zu blicken.
Vielleicht ist dies die eigentliche Lektion unseres Daseins:
Zu glauben – auch dann, wenn es schwerfällt.
Wenn wir uns spalten lassen, verlieren wir gemeinsam.
Wenn wir füreinander einstehen, gewinnen wir alles.
Möge dieses Jahr uns daran erinnern, wie gesegnet wir sind.
Wir müssen nur den Mut finden, wieder hinzusehen.