25/01/2026
„Wenn du lange in den Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Friedrich Nietzsche wusste wohl wovon er sprach. Zeit seines Lebens war er nicht nur ein begnadeter Denker und Philosoph, sondern vor allem auch eins: ein Suchender. Dieses „Suchen“ im Leben kennen wir bisweilen alle. Oft ist es mit Schmerz verbunden, noch öfter aber mit tiefer Einsicht, Weisheit und Erkenntnis. Was uns dabei antreibt? Der Wunsch nach Veränderung und das Licht der Hoffnung, das sich nicht löschen lässt.
Das was du (zu) lange anblickst, blickt irgendwann in dich hinein. Was könnte das bedeuten? Nun, im besten Fall triffst du zunächst noch selbst die Entscheidung darüber, wohin du deinen Blick schweifen und worauf du ihn ruhen lässt. Du selbst wählst deinen Beruf, deine Freunde, deine Hobbies, deinen Partner, dein Umfeld… Ob du dabei wirklich frei entscheiden kannst oder von Themen und Glaubenssätzen der Vergangenheit geprägt bist, sei an dieser Stelle ausnahmsweise mal dahingestellt.
Du suchst dir dein Leben also aus, aber was passiert dann? Innere und äußere Einflüsse kreuzen deine Wege und plötzlich erkennst du dich selbst nicht mehr wieder: Stress, Trübsinn, Launenhaftigkeit und Pessimismus stehen an der Tagesordnung. Überall Probleme, Schwierigkeiten, Weltschmerz und schlechte Nachrichten. Ohne es zu merken, hast du den Rucksack mit den Lasten dieser Welt auf deinen Rücken geschnallt und versuchst ihn ganz allein zu tragen. Lasten die zum großen Teil gar nicht deine eigenen sind und die dich auszehren und erschöpfen.
Doch weißt du was? Diese Lasten warten gefühlt an jeder Straßenecke und wechseln blitzschnell den Besitzer. Schwere und Negativität sind wie Viren, die das Immunsystem deiner Seele infizieren und dich in Windeseile schwächen, im schlimmsten Fall sogar krank machen. Genau davor darfst und musst du dich bewusst schützen. Damit der Blick in den Abgrund ein zeitweiliges Erlebnis bleibt und nicht zu deinem Schicksal wird.