22/02/2026
🪞„Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die schönste, klügste, netteste, talentierteste Person im ganzen Land ... und warum bin ich es?”
Vielleicht kennst du so jemanden: Alles dreht sich nur um diese Person, sie hält sich für etwas ganz Besonderes und sehnt sich nach Anerkennung und Bewunderung – reagiert aber überzogen, sobald Kritik geäußert wird.
In der Alltagssprache nennen wir solche Menschen oft Narzissten. Doch Narzissmus ist mehr als nur egozentrisches Verhalten. In der Psychologie beschreibt der Begriff zunächst ein Persönlichkeitsmerkmal, das unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. In seiner klinischen Ausprägung kann Narzissmus jedoch Teil einer psychischen Erkrankung sein, genauer gesagt einer Persönlichkeitsstörung.
Die diagnostische Abgrenzung ist wissenschaftlich umstritten, da selbst Fachleute unterschiedliche Auffassungen darüber haben, was genau darunterfällt.
Die Ursachen der Störung sind noch nicht eindeutig geklärt. Hinweise aus der Forschung deuten darauf hin, dass sowohl genetische Faktoren als auch die Eltern-Kind-Beziehung eine Rolle spielen können. Besonders gefährdet scheinen Kinder, die entweder vernachlässigt oder in unangemessenem Maß gelobt wurden.
Die Behandlung gestaltet sich oft schwierig, denn viele Betroffene empfinden ihr Verhalten nicht als problematisch. Häufig suchen sie erst Hilfe, wenn sie von ihrem Umfeld dazu gedrängt werden oder aufgrund anderer Beschwerden, etwa depressiver Symptome, in therapeutische Behandlung kommen.
💬 Bist du schon einmal einem narzisstischen Menschen begegnet? Wie bist du damit umgegangen? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren.
Quellen:
AOK-Gesundheitsmagazin (2025): Narzisstische Persönlichkeitsstörung – was bedeutet das eigentlich?