01/11/2026
Unserem Gehirn ist es ziemlich egal, ob etwas tatsächlich passiert oder ob wir es uns nur vorstellen.
Ich hab die Tage nen Termin in der Röhre - auch MRT genannt.
Als ich ihn ausgemacht habe, wurde ich das erste Mal gefragt, ob ich Platzangst hätte. Fand ich tatsächlich erfreulich, dass jemand auf die Idee kommt, das zu fragen.
Ich hab's verneint.
Tatsächlich stimmt das nicht so ganz.
Aber ich war schon viele Male in meinem Leben in der Röhre - das erste Mal mit 13 - und ich hab ne Methode entwickelt, die für mich wunderbar funktioniert. Ich hatte noch nie Angst in der Röhre. Tatsächlich finde ich sie mittlerweile ganz angenehm.
Vielleicht hilft diese Idee ja auch dir, deine eigenen Vorstellungen zu entwickeln.
Wenn ich im MRT liege, stelle ich mir vor, ich bin in einem Raumschiff im All. Wir fliegen zu einem anderen Planeten. Die Geräusche sind die lebenserhaltenden Systeme der Kapsel, in der ich gerade bin, bis wir den Orbit erreicht haben. Ich kann aus dem Fenster schauen und staunen, wie weit ich mich von meinem Heimatplaneten entfernt habe.
Ich mag diese Art des Reisens.
(Ich war bereits als Kind völlig fasziniert vom Weltall und nutze Vorstellungen davon auch zum Einschlafen)
Auch beim Zahnarzt nutze ich meine Vorstellungskraft: Beim Bohren und Polieren stelle ich mir vor, meine Zähne werden mit kleinen Massage-Guns behandelt. Ich nenne das immer „Wellness für die Zähne“.
Neue Situationen waren für mich schon immer herausfordernd. Umso wichtiger war es für mich, früh Wege zu finden, mir selbst Sicherheit zu geben.
Unsere Fantasie ist ein riesiger Schatz, wenn wir lernen, sie bewusst zu nutzen.
Unsere Vorstellungen können uns beruhigen und stabilisieren, wenn wir wissen wie.
Auf der anderen Seite können sie unsere Ängste größer werden lassen, wenn sie unbewusst laufen bzw. wir uns Horrorszenarien vorstellen.
Wenn du beim Reiten mit Ängsten zu tun hast, arbeiten wir in der Equihypnose auch mit inneren Bildern und deinem Nervensystem.
Mein Buch Equihypnose® – Wege aus der Angst beim Reiten erscheint im April in erweiterter Auflage, unter anderem mit zusätzlichen Impulsen zum Thema Neurodivergenz.
Welche deiner Vorstellungen helfen dir?